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Kommentar: Gemeinsam Einbrüche verhindern

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Weniger als 30 Sekunden braucht ein Einbrecher, um eine unverschlossene Wohnungstür zu öffnen. Ein Fenster lässt sich noch viel schneller aufhebeln. Mit Beginn der dunklen Jahreszeit nehmen die Wohnungseinbrüche zu. Foto: dpa
Mehr als 5000 versuchte und vollendete Einbrüche registrierte die Kölner Polizei im Jahr 2011. Doch mit mehr Vorsicht, besserer Technik und Aufmerksamkeit etwas lässt sich die Sicherheit erhöhen.  Von
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Köln

Das Jahr 2011 fing schlecht an - mit Hebelspuren an der Terrassentür, die wir am Neujahrs-Nachmittag per Zufall bemerkten. Offenbar auf Abwesenheit der Bewohner spekulierend, hatten Einbrecher wohl am frühen Morgen ihr Glück versucht.

Dann kamen Polizei und Versicherung - und die Panik, das Haus für längere Zeit allein zu lassen. Dennoch waren wir froh, dass es beim Versuch geblieben war.

So ging es im vorigen Jahr vielen Kölnern: Mehr als 5000 versuchte und vollendete Einbrüche registrierte die Polizei - 53 Prozent mehr als noch im Jahr 2008. Und es ist schwer zu glauben, dass die Statistik für 2012 besser aussehen wird.

Doch mit etwas mehr Vorsicht und besserer Technik ließe sich ein Großteil der Taten verhindern - denn die meisten Einbrecher suchen leichte Beute: die dunkle Parterre-Wohnung, das Häuschen mit gekippter Balkontür. Und wenn sich alle noch etwas mehr um ihre Mitmenschen kümmern, steigt nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Lebensqualität.

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Foto: KStA-Grafik

Schließen Sie Türen und Fenster, auch wenn Sie nur kurz weg sind. Die Fenster zu kippen reicht nicht, denn diese sind für geübte Einbrecher sekundenschnell zu öffnen. "Gekippte Fenster sind offene Fenster", so Münchhoff.

Nutzen Sie die Tür-Sprechanlage und fragen Sie nach dem Besuchsmotiv, wenn es klingelt - drücken Sie nicht einfach den Summer.

Lassen Sie die Jalousien nicht herunter, wenn Sie in Urlaub fahren. Fragen Sie besser einen Nachbarn Ihres Vertrauens, sie regelmäßig hoch- und runterzulassen.

Fragen Sie unbekannte Personen im Hausflur nach dem Ziel des Besuchs und bieten Sie Ihre Unterstützung an ("kann ich Ihnen helfen?"). Soziale Kontrolle schreckt potenzielle Einbrecher ab.

Notieren Sie die Nummer von Fahrzeugen, die offensichtlich ziellos umherfahren; merken Sie sich am besten auch Anzahl und Aussehen der Insassen. "Viele Einbrecher kennen wir, da wir sie in der Datei haben", so Münchhoff.

Auch Fotos von Verdächtigen können helfen. "Aber machen Sie sie möglichst unauffällig und so, dass Sie keinen Ärger verursachen", bittet Münchhoff.

Keine Scheu, auch scheinbar "unwichtige" Beobachtungen der Polizei zu melden. "Überlassen Sie die Bewertung ruhig uns", betont Münchhoff. Ein Notruf-Missbrauch liegt, entgegen landläufiger Meinung, keinesfalls vor.

Bemühen Sie sich um eine gute Nachbarschaft und pflegen Sie Kontakte zu Mitbewohnern. Anonymität begünstigt Einbrüche.

Gehen Sie "komischen" Geräuschen nach; schauen Sie nach, ohne sich zu gefährden. (bes)

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