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Nach Angriff: Toter Leopard wird obduziert

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Das 13-jährige Leoparden-Männchen Dareos ist nach einem Angriff von Weibchen Azisam gestorben. Foto: Zoo Köln
Der Kölner Zoo hat den Tierpark Burg Stargard in Mecklenburg-Vorpommern bislang nicht über den Tod des Leoparden-Männchens informiert. Dareos, der nach einem Angriff gestorben war, war erst im Oktober 2012 nach Köln gekommen.  Von
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Die Nachricht vom Tod des Leoparden-Männchens Dareos hat den Tierpark Burg Stargard in Mecklenburg-Vorpommern am Freitagmorgen völlig überraschend getroffen. "Ich habe erst heute über den Rundfunk davon erfahren", sagte Zoochefin Karin Voß. Da war der 13-jährige Dareos bereits fünf Tage tot. Das Männchen war während der Karnevalstage verletzt worden, nachdem es zu einem Kampf zwischen ihm und dem Leopardenweibchen Azisam gekommen war, wie der Kölner Zoo am Donnerstag mitteilte. Das Tier soll nun obduziert werden.

Das Männchen starb trotz umfangreicher medizinischer Versorgung wenig später. „Die Verletzung hatte sich entzündet.“ „Wir hatten sie Schritt für Schritt zusammengelassen, weil wir mit ihnen züchten wollten“, sagte Zoo-Vorstand Christopher Landsberg. Dennoch sei es zu der Auseinandersetzung zwischen den Katzen gekommen. "Es hatte schon einen ersten Begattungsversuch gegeben", erklärte Annett Dornbusch vom Zoo-Marketing am Freitag. "Wir mussten nicht davon ausgehen, dass so etwas passiert."

Ostdeutscher Zoo musste Leoparden abgeben

Mehr konnte und wollte Dornbusch mit Verweis auf die anstehende Obduktion nicht sagen. Am Freitag war weder die Pressestelle besetzt noch jemand vom Zoovorstand zu sprechen. Der zuständige Kurator und Leiter des Europäischen Zuchterhaltungsprogramms für Wildkatzen, Dr. Alexander Sliwa, befindet sich derzeit im Ausland und konnte ebenfalls keine Auskunft geben.

Dareos war im Oktober 2012 aus dem Zoo bei Neubrandenburg gekommen. Der kleine Tierpark hatte damals sein Leoparden-Paar abgegeben, nachdem die von Finanznöten geplagte Gemeinde eine Umstrukturierung und Verkleinerung ihres Zoos beschlossen hatte. Das Weibchen Thea kam nach Augsburg, das Männchen Dareos nach Köln; die Zeitung Nordkurier berichtete von einem „tränenreichen Abschied“.

"Wir hatten auch gar keine Möglichkeit für eine Zucht, weil uns die räumlichen Gegebenheiten fehlen", erklärte Zoochefin Karin Voß. In Burg Stargard waren Dareos und seine Partnerin zusammen gehalten worden. "Wir haben damals die Tiere sehr, sehr langsam aneinander gewöhnt", so Voß. In der freien Wildbahn sind Leoparden Einzelgänger, die nur zur Paarung zusammen kommen. "Das macht ihre Nachzucht im Zoo so schwierig", sagte Voß.

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