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Neusser Straße/Gürtel: Neue Aufzüge für KVB-Haltestelle

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Bis die Aufzüge da sind, können Fahrgäste über Treppen zu den Gleisen der Linie 13 gehen. Zudem sorgt ein Zebrastreifen zwischen Aschenparkplatz und Neusser Straße für mehr Fußgänger-Sicherheit. Foto: Martina Goyert
Die Installation der neuen Aufzüge an der Haltestelle Neusser Straße/Gürtel steht kurz bevor. Dass die Bauarbeiten leicht verzögert fertig gestellt werden, liegt laut Verwaltung an den beteiligten Unternehmen.  Von
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Weidenpesch/Nippes

Während der barrierefreie Umbau der Hochbahn-Haltestelle Amsterdamer Straße/Gürtel endgültig über die Bühne gebracht ist, kommt jetzt auch die zweite große Haltestellen-Umrüstung im Stadtbezirk deutlich voran. An der Neusser Straße/Gürtel, der zentralen Umsteigestation vor dem Bezirksrathaus Nippes, sind die Rohbau-Arbeiten nahezu beendet. Für die Installation der Aufzüge, mit denen Fahrgäste der Hochbahn-Linie 13 künftig auf direktem Wege das Gleis erreichen sollen, werden in Kürze Baugerüste aufgestellt. Bis die fertigen Lifte voraussichtlich Ende September ihren Betrieb aufnehmen, können Fahrgäste als Zwischenlösung einen direkten Treppenaufgang zu den Gleisen nutzen.

Anlässlich der laufenden Umbauarbeiten hatte die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Nippes angefragt, ob der Zeitplan von Ende 2011 für die Umrüstung der Haltestelle Neusser Straße/Gürtel noch aktuell sei; ferner, ob der Kostenrahmen eingehalten werde. Zudem wollten die Politiker wissen, wann mit der Umgestaltung der rings um die Haltestelle liegenden Straßen, Fuß- und Fahrradwege zu rechnen sei.

Aufzüge und neue Eingänge

Laut Verwaltung haben sich die Arbeiten gegenüber der ersten Planung etwas verzögert – was jedoch in erster Linie an den beteiligten Unternehmen gelegen habe. „Die Firmen haben teilweise von Beginn an vereinbarte Rahmentermine nicht eingehalten“, heißt es im Amt für Brücken und Stadtbahnbau. Man habe die betreffenden Unternehmen angemahnt, dennoch hätten sie weiterhin Fristen verstreichen lassen. Zudem sei es notwendig geworden, einzelne Arbeiten im Haltestellenbauwerk – wie Fliesen-, Glaser-, Putz-, Estrich- und Malerarbeiten – neu auszuschreiben, weil entweder kein Angebot einging, Unterlagen von den Firmen unvollständig eingereicht worden waren oder weil wegen der alten Bausubstanz der Haltestelle neu geplant werden musste. Diese Umstände werden sich voraussichtlich auch auf die Gesamtkosten des Projekts auswirken – die genaue Höhe steht jedoch noch nicht fest. Ursprünglich waren für das komplette Vorhaben knapp drei Millionen Euro eingeplant worden, von denen 85 Prozent der Zweckverband Nahverkehr Rheinland trägt.

Hintergrund-Info: Umbau der Bus-Station

Auch die Bus-Haltestellen neben dem Bezirksrathaus werden im Zuge des Umbau-Projektes barrierefrei. Sie erhalten ein sogenanntes Kap – eine Plattform, die den Fahrgästen einen stufenlosen Einstieg in die Busse ermöglicht. Zudem verfügt sie über Boden-Taststreifen für Sehbehinderte.

Nach der Bezirksvertretung Nippes hatte sich auch der Verkehrsausschuss des Rates für eine günstigere als die ursprünglich favorisierte Lösung entschieden: Die Bus-Wendeschleife zwischen Haltestellen-Bauwerk und Bezirksrathaus wird nicht, wie zunächst angedacht, für mehr als 900 000 Euro Gesamtkosten umgebaut und verlängert. Hierdurch hätte der Bus in ganzer Länge am erhöhten Bahnsteig stehen können; gehbehinderte Fahrgäste hätten die Möglichkeit gehabt, an allen Türen ein- und auszusteigen.

Wegen des Verzichts auf den Umbau der Schleife wird der stufenlose Einstieg nur noch im vorderen Teil der Haltestelle möglich sein – weil der rückwärtige Teil des Busses in die Wendekurve hineinragt. Mit rund 650 000 Euro Gesamtkosten ist diese Variante jedoch deutlich billiger als die große Lösung. (bes)

Ende 2011 hatten die Arbeiten an dem meistfrequentierten Nippeser Haltepunkt begonnen, an dem täglich fast 30 000 Fahrgäste ein- und aussteigen. Außer den zwei neuen Aufzügen bekommt das Bauwerk zwei ebenerdige, seitliche Eingänge. Denn bisher mussten die KVB-Kunden zunächst eine Treppe hinunter ins Zwischengeschoss der Haltestelle gehen, um die Aufgänge oder Rolltreppen zur Hochbahn zu erreichen; das ist nach dem Umbau nicht mehr nötig. Dank der Anbindung der Gleise durch Aufzüge können zudem erstmals Rollstuhlfahrer die Hochbahn sowie die unterirdisch haltenden Bahnlinien 12 und 15 nutzen.

Neusser Straße wird auch umgebaut

Wenn der Umbau der Haltestelle beendet ist und die Planungen für die Neugestaltung der Umgebung abgeschlossen sind, soll der Umbau der Neusser Straße im Abschnitt der Station beginnen. Sie erhält unter anderem zwei neue Mittelinseln und großzügigere Gehwege, auch die Bus-Steige werden erneuert. Diese Arbeiten werden nach dem derzeitigen Stand etwa im Jahr 2015 beendet sein.

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