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Reitturnier: Jecker Konkurrenzkampf mit Pferd

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Die Nippeser Bürgerwehr lud auf dem Oranjehof zum Turnier der karnevalistischen Kölner Reitercorps. Foto: Bernd Schöneck
Die Nippeser Bürgerwehr richtet am Oranjehof ein karnevalistisches Reitturnier aus. 13 Kölner Corps, darunter die Roten und die Blauen Funken beteiligen sich. Den Wanderpokal erringt die Großen Kölner KG.  Von
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Nippes/Seeberg

Dem strengen Blick der Juroren entgeht nichts. Die drei Wertungsrichter beim Dressur-Turnier, die in einem Zelt am Rande der viereckigen Wettkampffläche Platz genommen haben, verfolgen die Auftritte der Reiter-Quartette mit Adleraugen. Was für die Zuschauer so leicht und harmonisch aussieht, verlangt höchste Konzentration und eine gute Kommunikation mit dem Pferd – und nur Kenner können die feinen Unterschiede zwischen den Darbietungen entdecken.

Die Moderatorin Caro Ott vom Radiosender Eins Live hat neben den Preisrichtern Platz genommen – und sagt per Mikrofon den Wettkämpfern die Figur an, die gezeigt werden soll. Zum Schluss jeder Vorführung stellen sich die Reiter mit ihren Pferden nebeneinander zum Gruß vor dem Jury-Pult auf – und verlassen unter lautstarkem Applaus des Publikums das Dressur-Viereck. Dann darf die nächste Equipe ihr Glück versuchen. Wenig später gibt Ott die Wertung bekannt – jeder der vier Reiter sowie das Team als ganzes erhält eine Note zwschen 0 und 10, wobei die niedrigste Reiter-Einzelbewertung gestrichen wird. Die verbleibenden Noten addieren sich zur Gesamtpunktzahl.

Ascot auf Kölsch

Doch das unbedingte Siegen-Wollen stand an diesem Tag nicht so sehr im Mittelpunkt, eher schon die gemeinsame Freude an Brauchtum und Karneval: Die „Appelsinefunke“ der Nippeser Bürgerwehr hatten zur achten Auflage des jährlichen karnevalistischen Reitturniers auf das Gelände des Reitervereins Oranjehof am Fühlinger See geladen. „Wir haben den Wettkampf im Vorjahr gewonnen, deshalb sind wir in diesem Jahr mit dem Ausrichten an der Reihe“, erläutert Erich Strobel, Pressesprecher der Bürgerwehr.

Genau 13 Vereine aus dem Stadtgebiet, die ein Reitercorps unterhalten, gingen an den Start – unter anderem die Roten und Blauen Funken, die Prinzen- und Ehrengarde sowie die Colombinen. Die Wahl des Austragungsorts erwies sich als Glücksgriff: Rund 1000 Gäste, viele davon mit ihren Hunden, waren zum Reiterhof geströmt, wo es nach frisch gemähtem Rasen und leicht nach Pferdeäpfeln duftete. Die angenehme Turnier-Atmosphäre hatte fast schon den Hauch eines kölschen Ascot, wobei eigentlich nur die berühmten Hutkreationen und die Windsors fehlten.

Sektbar aus Heuballen

In einem Zelt neben dem Platz betreuten Mitglieder der Bürgerwehr Getränke- und Essensstände. Originell war die urige, aus vielen Heuballen aufgebaute Sektbar, an der Inge Klaeser und Elke Stein Prosecco, Aperol-Sprizz, Longdrinks & Co. ausschenkten – während die Besucher dann rustikal im Stroh sitzend ihr Getränk genießen konnten. „Die Leute haben eine Menge Spaß“, so Klaesers Zwischenfazit zum Turniertag. Beliebt waren auch die Plätze auf der Gartenterrasse des Reitclubs, die einen guten Blick aufs Geschehen boten.

Nach der Dressurprüfung – bei der die Treuen Husaren schließlich vor den Greesbergern und der Kölnischen KG lagen – warteten auf die Teams beim Turnier der Wettbewerb im Springreiten sowie die Geschicklichkeits-Reitprüfung. Nach allen drei Wettkämpfen kehrte der jecke Wanderpokal schließlich zurück zur Großen Kölner KG von 1882, die das Turnier bereits 2010 und 2011 für sich entscheiden konnte. Zweiter wurde die KG Treuer Husar – vor den Gastgebern der „Appelsinefunke“ als lachende Dritte.

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