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Sportanlage: Der Ball soll demnächst wieder rollen

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Der Fußballplatz am Rande des Blücherparks hat schon weitaus bessere Zeiten erlebt. Foto: Schöneck
SPD-Mandatsträger Winfried Steinbach hat selbst lange mit einem Thekenteam auf dem Sportplatz am Blücherpark gespielt. Mit dem Antrag zur Komplettsanierung der heruntergekommenen Sportanlage tat sich aber nicht nur Steinbach schwer.  Von
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Vielleicht könnte er eine Hauptattraktion des Blücherparks sein, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag seit der Eröffnung feiert. In einer Senke der Anlage, zwischen dem Kahnweiher und den Kleingärten, liegt die Sportanlage mit einem großen Aschenplatz. Hier könnten spannende Veedels-Partien stattfinden – oder ein jährliches Match zwischen Teams aus Bilderstöckchen und Neuehrenfeld um den „Besitz“ des Parks... Durch den Höhenunterschied zwischen Park und Spielfläche können Zuschauer von rundum aufs Feld schauen.

Doch leider ist der Platz in eine Art Dornröschenschlaf gefallen. Die Spielfläche ist hart und steinig; Gras- und Moosflächen breiten sich von den Rändern her aufs Feld aus. Von den Toren sind nur noch die Außenstangen übrig.

Diesen traurigen Zustand will die Bezirksvertretung Nippes nun rechtzeitig zum Parkjubiläum ändern. Aufbauend auf einem Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, forderte das Gremium von der Verwaltung ein Konzept, wie der Verfall des Sportplatzes schrittweise gestoppt und die historische Substanz Stück für Stück wieder hergestellt werden kann. Die Hänge sollten saniert und die Fußballfläche selbst wieder geeignet für eine zeitgemäße Freizeit- und Sportnutzung werden. Dieses Gesamtprogramm wollen die Bezirksvertreter vorgelegt haben.

„Wir haben uns den Platz angesehen – er ist in einem schrecklichen Zustand“, betonte Grünen-Fraktions-Chef Herbert Clasen. „Es ist eine Schande, wie es da aussieht.“ Dies bestätigte auch Ralf Mayer, der Leiter des Nippeser Bürgeramtes – und präsentierte die aktuellen Pläne der Verwaltung. „Wir wollen den Platz für die Feier am 6. Juli herrichten; zwar nicht perfekt, aber dass es ausreichend ist, um dort ein Turnier auszutragen.“

Politiker zunächst pessimistisch

Mit dem Antrag selbst taten sich die übrigen Mandatsträger jedoch zunächst schwer – angesichts der Ebbe in den städtischen Kassen und weil die langfristig geforderte Komplettsanierung wohl teuer würde. „Ich habe selbst lange mit einem Thekenteam dort gespielt; der Platz findet inzwischen kaum noch Resonanz. Der Platz hat überhaupt keine Drainage, unter der Fläche befinden sich Lehm und Ziegel“, so SPD-Mandatsträger Winfried Steinbach. „Den Platz wird man nie komplett hinkriegen – oder es wird so viel Geld kosten, dass man den Escher Club davon fünf Jahre hätte weiterbetreiben und die Nippeser Grundschüler mit dem Taxi in die Schule fahren können“, so Steinbach in Anspielung auf die Einstellung der Offenen Jugendarbeit im Stadtteilclub zum Ende des vergangenen Jahres und die weiteren Anreisewege vieler Nippeser Grundschüler, deren Wunsch-Schule überbelegt war.

Auch CDU-Fraktionschef Christoph Schmitz zeigte sich pessimistisch. „Da eine Sanierung wohl zu teuer ist, ist es auch sinnlos, ein Konzept hierfür zu fordern“, bemerkte er. Doch letztlich ließen es die Bezirksvertreter darauf ankommen – fügten aber hinzu, dass sie das Konzept vorher präsentiert bekommen wollen.

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