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Verkehrsplanung: Lkw sollen Hornstraße benutzen

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An der Hornstraße darf man tagsüber nur rechts abbiegen - darauf weisen zwischen 6 und 22 Uhr elektronisch gesteuerte Verkehrsschilder hin. Außerhalb dieser Zeit ist das Linksabbiegen dagegen erlaubt. Foto: Schöneck
Der Lastwagenverkehr ist auch im Nippeser Westen ein Problem. Politiker fordern erneut, die Verkehrsführung an der Inneren Kanalstraße zu ändern. Der Lkw-Verkehr soll nur noch über die Hornstraße abfließen.  Von
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Nippes/Bilderstöckchen/Neuehrenfeld

Im Nippeser Westen und der Umgebung bleibt der Lastwagenverkehr eine Last. Welche Wege sollen die Frachtfahrzeuge künftig nehmen, die aus den umliegenden Gewerbegebieten in Richtung der Inneren Kanalstraße fahren möchten – und die Anwohner gleichzeitig so wenig wie möglich stören sollen? Eine Möglichkeit wäre die Hornstraße, da es dort keine Wohnungen gibt, sondern nur Gewerbebetriebe ganz unterschiedlichster Art.

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Bisher ist der Versuch, sämtlichen Lastverkehr über die Hornstraße zu leiten, jedoch immer gescheitert. Denn ein Linksabbiegen in Richtung Zoobrücke ist nicht erlaubt – weil abbiegende Fahrzeuge, vor allem Lastwagen, lange Rückstaus in dieser Fahrtrichtung der Inneren Kanalstraße verursachen würden. Nur von 22 bis 6 Uhr, wenn die Belastung auf der Route geringer ist, ist auch das Linksabbiegen von der Hornstraße aus gestattet.

Klagen an der Escher Straße

Derzeitige LKW-Routen.
Derzeitige LKW-Routen.
Foto: KStA-Grafik

Um weite Teile des Sechzigviertels zu entlasten, wurde im Frühjahr 2012 die Route über die Hartwichstraße für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt – ausgenommen Anlieger und KVB-Busse. Das zeigt offenbar Wirkung: „Hier fahren viel weniger Lkw von Schlachthof und Molkerei durch als früher“, bestätigt ein Kioskbesitzer von der Hartwichstraße dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Für ihn selbst habe dies allerdings zur Folge, dass weniger Lastwagen-Fahrer bei ihm anhielten, um etwa Zigaretten oder Getränke zu kaufen.

Wer seitdem zwischen 6 und 22 Uhr in Richtung Rhein fahren möchte, muss die Escher Straße nutzen. Deshalb hat sich die dortige Situation verschärft. „Wir hören ständig Klagen der dortigen Anwohner über unzumutbaren Lkw-Verkehr“, so der Nippeser SPD-Fraktions-Chef Horst Baumann. Deshalb müsse ein neuer Anlauf her, die Laster ausschließlich über die Hornstraße fahren zu lassen.

Ganztägig Linksabbiegen bisher immer abgelehnt

Diesem Ansinnen folgte die Bezirksvertretung Nippes nun einstimmig: So soll die Verwaltung darstellen, was getan werden müsse, „damit der abfließende Lkw-Verkehr über die Hornstraße auf die Innere Kanalstraße geleitet werden kann“. Insbesondere solle es möglich sein, dort ganztägig links abzubiegen. Weil die Hornstraße nicht zum Bezirk Nippes, sondern bereits zu Ehrenfeld gehört, soll auch die dortige Bezirksvertretung einbezogen werden.

An der Hornstraße zeigen umschaltbare Schilder, dass man tagsüber nur rechts abbiegen kann. Ab 22 Uhr sind beide Richtungen frei.
An der Hornstraße zeigen umschaltbare Schilder, dass man tagsüber nur rechts abbiegen kann. Ab 22 Uhr sind beide Richtungen frei.
Foto: Schöneck

Herbert Clasen, Fraktions-Chef von Bündnis 90/Grüne, stimmte inhaltlich zwar zu – äußerte jedoch Skepsis, weil die Verwaltung den Ganztags-Linksabbieger bisher immer abgelehnt habe. „Wieso sollte das nun anders sein?“ Seine Fraktion hatte deswegen eine Alternative parat: Um dem Problem der Linksabbieger-Rückstaus von der Hornstraße zu begegnen, solle von der Escher Straße nur noch das Rechtsabbiegen erlaubt sein – so könne die dann überflüssige Ampel auf der Inneren Kanalstraße in Richtung Zoobrücke vor der Escher Straße wegfallen. „In dem Fall hätte der linksabbiegende Verkehr aus der Hornstraße eine Aufstellfläche bis zur Krefelder Straße, was ausreichend erscheint“, erläuterte Clasen.

Ampeln sollen optimiert werden

Dass die Verwaltung eine ganztägige Öffnung des Linksabbiegers auf der Hornstraße ablehne, bezweifelte hingegen SPD-Mitglied Winfried Steinbach. „Es stimmt nicht, dass die Verwaltung grundsätzlich Nein sagt: Laut ihrer Darstellung sollen die Ampeln in diesem Bereich optimiert werden, das steht noch aus. Unser Antrag soll endlich dafür sorgen, dass etwas passiert.“
Clasens Vorschlag, als Kompromiss die Grünen-Anregung in den Beschluss zu integrieren, folgten die Bezirksvertreter nicht: Sie stimmten über den Änderungsantrag erst gar nicht mehr ab.

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