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Vinzenz-Hospital: Tag der Offenen Tür im Kreißsaal

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Werdende Eltern auf Schnuppertour: Oberärztin Charlotte Hauck (links) erklärt den Kreißsaal. Foto: Koll
Am Tag der Offenen Tür im Kreißsaal im Sankt-Vinzenz-Hospital konnten sich werdende Eltern über verschiedene Gebärmethoden informieren. Mehr als 400 Besucher nutzten die Möglichkeit die Einrichtung und das Personal kennen zu lernen.  Von
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Die Farben gefallen Lena. Mit Ehemann André schaut sie sich am Tag der Offenen Kreißsaaltür den Geburtsbereich im Sankt-Vinzenz-Hospital an der Merheimer Straße an. Die beiden 26-Jährigen, die ihren Nachnamen lieber nicht preisgeben möchten, erwarten im Juni ihr erstes Kind. Es soll in Nippes zur Welt kommen.

„Ich wollte mir vorab schon einmal den Kreißsaal anschauen, damit ich bei der Geburt nicht überrascht werde“, erläutert Lena. Weiß gestrichen ist der Raum, eine Bordüre an der Wand zeigt eine Meereslandschaft mit Seepferdchen, indirekte Beleuchtung taucht das Zimmer in warmes Licht. Drei Kreißsäle gibt es. Darin kümmern sich elf Hebammen, Chefärztin Wencke Ruhwedel, vier Oberärzte, eine Fachärztin, fünf Assistenzärztinnen und zwölf Kinderkrankenschwestern um die Familien.

Ein Arzt ist immer in der Nähe

Chefärztin Wencke Ruhwedel
Chefärztin Wencke Ruhwedel
Foto: Koll

Annett Peters und Marco Reinbold haben sich für den sogenannten Hebammenkreißsaal entschieden, dort soll im Juli ihr erstes Kind zur Welt kommen. Wenn alles gut läuft, werden sie dann keinen Arzt brauchen, das ist das Besondere am Hebammenkreißsaal. Darin wird die Situation eines Geburtshauses nachgestellt. Kinder sollen dort eben nicht in Krankenhausatmosphäre zur Welt kommen, sondern in einer Umgebung, die an eine Hausgeburt erinnert. „Natürlich soll es sein“, wünscht sich Annett Peters. „Aber eben für den Notfall mit einem Arzt in der Nähe“, ergänzt Marco Reinbold, „das ist das Schöne am Angebot hier im Haus.“

Hintergrund: Vinzenz-Hospital

Das Vinzenz-Hospital wurde bereits 1874 gegründet.

2012 kamen 886 Kinder zur Welt.

Der Name des Raums, in dem Frauen im Krankenhaus ihre Kinder zur Welt bringen, rührt laut Herkunftswörterbuch vom Verb „kreißen“ her. Im Mittelhochdeutschen bedeutete „krizen“ „gellend schreien, kreischen, stöhnen“.

886 Kinder sind im vergangenen Jahr im Vinzenz-Hospital zur Welt gekommen, knapp 27 Prozent davon per Kaiserschnitt. Das sei die niedrigste Rate an Kölner Kliniken, sagt Hebamme Julia Scholz. Mütter und Kinder kommen in sieben Zimmern auf der Wöchnerinnenstation unter. Drei der Räume sind als sogenannte Familienzimmer ausgewiesen. In ihnen können auch die Väter übernachten.

400 Besucher im Kreißsaal

Fast 400 Besucher schauen sich die Ausstattung am Tag der Offenen Kreißsaaltür an. Eine Entbindung in der sogenannten Gebärwanne kann sich Vera vorstellen. Auch die 32-Jährige erwartet in diesem Sommer ihr erstes Baby. „Ich weiß natürlich nicht, wie warm es dann sein wird und ob es mir dabei in der Wanne überhaupt gefällt“, ist sie sich klar. „Aber erstmal finde ich die Idee gut.“ Und fürs Fotoalbum holt sich Vera auch gleich eine Erinnerung: Sie lässt sich den Babybauch schminken und ablichten. „Ich habe mich für die Grundfarbe Rot entschieden, weil es ein Mädchen wird“, beschreibt sie. „Dazu gibt es Blumen, weil ich Blumen einfach sehr gerne mag.“

http://www.vinzenz-hospital.de/

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