25.08.2016
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Norbert Haug: Für schuldig befunden

Nach 22 Jahren folgt der Rausschmiss.

Nach 22 Jahren folgt der Rausschmiss.

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Getty Images

Köln/Stuttgart -

Vielleicht war es noch nie so schwierig wie 2012, Norbert Haug zu sein. Zuletzt sind dem Motorsport-Direktor von Mercedes nur noch die mantrahaft trotzigen Prognosen geblieben, sein Team werde irgendwann wieder Erfolge feiern. Viel mehr hatte der schwäbische Dampfplauderer, der selbst bei schlimmsten Niederlagen und Enttäuschungen stets noch ein paar Sektor-Bestzeiten aus dem Computer zu schütteln vermochte, nicht mehr zu bieten.

Am Ende des Jahres lässt sich sagen, dass diese Rennsaison unter keinem guten Stern stand und dass die Daimler-Konzernführung unter Leitung von Dieter Zetsche dringend einen Schuldigen präsentieren musste. Das insgesamt desaströse Ergebnis des auf WM-Rang fünf abgestürzten Formel-1-Teams wäre unter Umständen ja noch zu ertragen gewesen, zumal mit dem Grand-Prix-Sieg in China so etwas wie Potenzial aufblitzte.

Umso härter traf den Stuttgarter Premiumhersteller jedoch die Demütigung in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft. Die Serie ist eine sportive Reklameshow für die umkämpfte Dienstwagen-Prestigeklasse. Der Absprung des späteren DTM-Champions Bruno Spengler von Mercedes zum Erzrivalen BMW erschien ebenso unverzeihlich wie der Titelgewinn Spenglers und der Bayern nach 20 Jahren DTM-Abstinenz. Offenbar hat der zürnende Daimler-Vorstand seinem Rennleiter die Kraft zur Wende nicht mehr zugetraut.


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