26.07.2016
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Facebook-Gruppe „Düsseldorf passt auf“: Düsseldorfer Bürgerwehr wird gemeinnütziger Verein

Initiator der Bürgewehr "Düsseldorf passt auf": Tofigh Hamid.

Initiator der Bürgewehr "Düsseldorf passt auf": Tofigh Hamid.

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dpa

Köln -

Die umstrittene Bürgerwehr „Düsseldorf passt auf“ ist jetzt ein gemeinnütziger Verein. Das hat Initiator Tofigh Hamid auf Facebook bekanntgegeben. Der große Zuspruch aus der Bevölkerung bringe auch viel Verantwortung und Probleme mit sich. Das habe diesen Schritt notwenig gemacht, erklärt Hamid. Zudem wolle er sich damit vom Begriff „Bürgerwehr“ distanzieren, „in den man uns gedrückt hat“. Die Facebook-Gruppe, die infolge der Geschehnisse in der Kölner Silvesternnacht gegründet wurde, hat inzwischen mehr als 14.000 Mitglieder.

Die Gruppe war am Samstag vergangener Woche das bislang einzige Mal zu einem „Rundgang“ durch die Düsseldorfer Altstadt gezogen. Nachdem es scharfe Kritik gehagelt hatte, kündigte Hamid an, vorerst keine Rundgänge mehr zu machen. Polizisten mussten abgestellt werden, um für die Sicherheit der rund 50 Mitglieder der Bürgerwehr zu sorgen. „Die Menschen verlassen sich darauf, dass wir das Gewaltmonopol ausüben. Und das können wir auch. Dazu brauchen wir niemand anderen“, sagte der Düsseldorfer Polizeisprecher André Hartwich dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Auch an vielen anderen Orten in Nordrhein-Westfalen haben sich virtuelle Bürgerwehren im Internet gegründet. Die wenigsten davon sind auch auf der Straße aktiv geworden. Am Freitagabend war in der Innenstadt von Mönchengladbach eine Gruppe von Hooligans auffällig geworden. Nach einer Schlägerei gab einer von ihnen der Polizei an, Mitglied einer selbsternannten Mönchengladbacher Bürgerwehr zu sein. Der Mann ist wegen diverser Körperverletzungsdelikte polizeibekannt. Offenbar war er stark alkoholisiert. (ccp)