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Eitorfer Künstler Giovanni Vetere: Gerangel um den Standort

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Foto: Sandra Ebert
Nach Abschluss des zweiten Bauabschnitts des Regionale-Projekts "Sprung an die Sieg" soll die Skulptur des Eitorfer Künstlers Giovanni Vetere aufgestellt werden. Über den Standort der Auftragsarbeit hatte es zunächst Unstimmigkeiten gegeben.  Von
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Eitorf

Noch liegt sie im Skulpturengarten in der Schümmerichstraße, nach Abschluss des zweiten Bauabschnitts von "Sprung an die Sieg" soll sie im Rahmen der Regionale aufgestellt werden: die acht Meter hohe und rund acht Tonnen schwere Skulptur des Eitorfer Künstlers Giovanni Vetere.

Über den Standort der Auftragsarbeit hatte es zunächst Unstimmigkeiten gegeben: Der Ausschuss für Kultur, Sport, Tourismus und Marketing hatte beschlossen, das Kunstwerk auf dem Vorplatz des Theaters am Park aufzustellen. Doch sowohl die Kölner Landschaftsarchitekten, die den "Sprung an die Sieg" planen, als auch Vetere selber wollten den behauenen Basaltstein lieber woanders sehen.

Kunst als Lebensraum

Denn die Skulptur aus anatolischem Basalt, an der er vier Jahre arbeitete, ist mehr als nur behauener Stein. "Ich suche immer den Geist des Materials", erklärt der Künstler. "Der Stein muss warm sein, muss lebendig sein." Kleine Flächen, auf denen Flechten wachsen, hat er in der Bearbeitung ausgespart: Dass seine Werke nicht nur im öffentlichen Raum ihren Platz finden, sondern selber Lebensraum werden, gehört zu seinem künstlerischen Konzept.

Deshalb wünscht sich Vetere für seine Skulptur einen Platz zwischen Siegauenplatz und der neuen Eipbachbrücke. "Wo sie gesehen wird, wo Menschen sich aufhalten." Vor das Theater passe "der Trumm" doch gar nicht hin, urteilte Vetere im Gespräch mit dem "Rhein-Sieg-Anzeiger". Außerdem stünde dort doch schon eine Skulptur von Steinmetz und Bildhauer Rolf Schreuer. "Und da noch eine hinzustellen, nein, das macht man nicht!"

Auch das Planungsbüro erklärte, ein "Kunstwerk, das durch seine dunkle Schwere, schiere Größe und Mächtigkeit beeindruckt, eher in einer grünen Umgebung wirkt". Auch die Landschaftsarchitekten schlugen vor, den Monolithen auf einer Grünfläche am Eipbach zu errichten. Und so wurde im jüngsten Kulturausschuss auch für diesen Standort gestimmt, wenn auch nicht einstimmig. Ein Statiker, so erklärte Vetere, sei schon im Skulpturenpark gewesen und habe die Daten der Basaltskulptur aufgenommen.

Die Kostenfrage jedoch, das zeigte sich auch im Ausschuss, macht sowohl Politikern als auch Verwaltung wesentlich mehr Kopfzerbrechen als der Standort. Denn den bereits bewilligten Förderantrag für die Regionale 2010 nachträglich um die 45 000 Euro für die Skulptur und die 5000 Euro für ihre Aufstellung zu ergänzen, ist nicht möglich. Jedoch erklärte die Bezirksregierung Köln, dass Kunst am Bau grundsätzlich förderfähig ist und Fördermittel für den "Sprung an die Sieg" auch umgeschichtet werden könnten.

Inwieweit das möglich ist, wird sich in den nächsten Monaten zeigen, wenn die Kostenpläne für den zweiten Bauabschnitt auf dem Tisch liegen, erklärte der Erste Beigeordnete Karl Heinz Sterzenbach auf Anfrage des "Rhein-Sieg-Anzeiger". Die Tiefbauarbeiten würden jetzt ausgeschrieben, liegen die Angebote vor, muss die Verwaltung sie prüfen und vergeben. Erst, wenn die realen Baukosten feststehen, werde man sehen, wie viel Spielraum es gebe.

Gemeinde darf in Raten zahlen

Bleibt also die Ausführung des zweiten Bauabschnitts 50 000 Euro unter der veranschlagten Summe von knapp fünf Millionen, gibt es grünes Licht für die Aufstellung der Skulptur am Eipbach. Sterzenbach: "Das Kunstwerk kommt nur dann, wenn die Summe nicht überschritten wird. In erster Linie müssen wir die Kosten im Rahmen halten, das gilt auch für den Eigenanteil der Gemeinde, der zwischen 15 und 30 Prozent liegt." Den darf die Gemeinde, erklärte Vetere, bei ihm abstottern, sollte sich kein Sponsor finden. Außerdem habe er den Kaufpreis von 60 000 auf 45 000 Euro gesenkt. Doch auch das Angebot einer Ratenzahlung bereitet angesichts des drohenden Haushaltssicherungskonzepts parteiübergreifen so manchem Kopfschmerzen. Der Kauf eines Kunstwerks sei in der aktuellen Haushaltslage den Bürgern nicht zu vermitteln.

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