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Ex-Bürgermeister: Funke im neuen Job viel unterwegs

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Foto: Ralf Rohrmoser von Glasow
Der ehemalige Windecker Bürgermeister Jürgen Funke arbeitet nun für das international tätige Wirtschaftsprüfungsunternehmen ETL, das vom Ex-Dattenfelder Sportmäzen und FC-Investor Franz-Josef Wernze gegründet wurde.  Von
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Windeck

Nach seiner knappen Wahl zum Bürgermeister im Jahr 2004 war Jürgen Funke unter anderem froh darüber, dass er nicht mehr so weit zur Arbeit fahren musste. Doch nach acht Jahren auf dem Chefsessel im Rosbacher Rathaus ist der Jurist und Verwaltungsexperte nun wieder öfters unterwegs: als Vorstand der international tätigen Wirtschaftsprüfungsunternehmens ETL. Die „European Tax and Law“ wurde vom gebürtigen Windecker und Ex-Dattenfelder Sportmäzen Franz-Josef Wernze gegründet. Der ETL-Chef selbst war es auch, der dem SPD-Mann Funke im vergangenen Jahr den neuen Job vermittelte.

In seinem Beruf als Anwalt hat Jürgen Funke zuletzt 1991 gearbeitet. Damals wechselte er zum Siegburger Finanzamt, später ins Düsseldorfer Finanzministerium. Eine Zeit lang arbeitete er für die SPD-Fraktion im Landtag als Referent für Haushalt, Finanzen und Verwaltungsmodernisierung. Bevor er Bürgermeister an der Oberen Sieg wurde, war Funke im Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes für Controlling und Buchhaltung zuständig.

Geburtstag als Überraschung

In seinem Büro in der Kölner Kanzlei Pelka, Niemann, Hollerbaum, Rhode (PNHR), die seit Januar 2013 mit ETL kooperiert, ist der 53-jährige Windecker nun für Kunden aus dem öffentlichen Bereich zuständig. Gemeinden gehören dazu, außerdem deren Tochterfirmen. „Ich war überrascht, wie schnell ich wieder in den Themen Fuß fassen konnte“, sagt Funke. Dass er wie seine neuen Kunden die Sprache der öffentlichen Verwaltung spricht, helfe ihm enorm.

Für ETL sitzt Funke nicht nur in seinem Kölner Büro. Kundengespräche in Berlin oder Rheinland-Pfalz, Bilanzanalysen in Niedersachsen oder Nordrhein-Westfalen stehen regelmäßig auf dem abwechslungsreichen Programm. Obwohl die Arbeit nicht weniger geworden sei, habe sich das Berufsleben des gebürtigen Oberbergers doch ein wenig „normalisiert“: Ohne als „Bürgermeister“ begrüßt zu werden, kann er private Kontakte pflegen, als Mitbürger ohne Sonderfunktion am Vereinsleben teilnehmen. Und weil er sich nach eigener Aussage auf seinen Arbeitgeber verlassen kann, beschränken sich die großen Überraschungen jetzt „auf Weihnachten und den Geburtstag.“

Dass viele Windecker seinen Abschied aus dem Rathaus nicht so positiv bewertet haben, lässt Jürgen Funke nicht kalt. Das sei aber besser, als wenn alle in Jubel ausgebrochen wären, meint er. Geärgert hat er sich über falsche Informationen, die insbesondere die CDU-Frau Edelgard Jünger öffentlich verbreitet hatte und nach juristischer Intervention Funkes auch widerrufen musste. Denn mit Pensionsansprüchen habe der Termin seines Rücktritts überhaupt nichts zu tun gehabt. Seit 1991 im öffentlichen Dienst tätig, habe er diese Ansprüche längst unabhängig von den letzten Jahren als Bürgermeister erworben.

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