Als die Bewohnerin des Hauses am Drosselweg nach Hause kam, sah sie dunklen Qualm aufsteigen. Sofort alarmierte sie die Feuerwehr. Schwarzer Rauch drang aus der Balkontür und einem Fenster im Spitzboden, als wenig später die ersten der insgesamt 35 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr eintrafen.
In einem Bürogebäude am Drosselweg ist am Freitag ein Feuer ausgebrochen. Ein Großeinsatz war vonnöten, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Die Hitze zerstörte zahlreiche Unterlagen, Computer und Zubehör. Personen kamen aber nicht zu Schaden.
Foto: Ralf Rohrmoser von GlasowEinsatzleiter Guido Siebigteroth schickte sofort drei Trupps, ausgestattet mit Atemschutzgeräten und Schläuchen in sowie um das Haus. Im Inneren war die Sicht gleich Null, wie später Wehrmänner erzählten. Sie tasteten sich von Raum zu Raum, ohne zunächst das Feuer zu finden.
Ihre Kameraden, die außen in den Garten gingen, wurden schließlich als Erste fündig. In einem Anbau auf Höhe des Kellergeschosses schlugen ihnen die Flammen aus einem Büro entgegen. Sie begannen direkt mit den Löscharbeiten, parallel dazu kam ein weiterer Trupp von innen zur Brandbekämpfung dazu. Gemeinsam konnten sie den Brand schnell unter Kontrolle bringen.
Die Hitze hatte zu diesem Zeitpunkt aber schon zahlreiche Unterlagen, Computer und Zubehör zerstört. Der Geschäftsmann betreibt unter anderem einen Handel mit so genannten E-Zigaretten, die die Gesundheit weit weniger schädigen als konventionelle Zigaretten. Er hat damit vor zwei Jahren begonnen, als er selber das Rauchen dran gegeben hatte. Damit schied eine mögliche Ursache schon einmal aus. Möglicherweise war es eine Steckdosenleiste, von der das Feuer ausgegangen war. Die Brandermittler werden in den kommenden Tagen ihre Arbeit aufnehmen. Der Einsatzort wurde beschlagnahmt.
Glücklicherweise konnten die Flammen auf das Büro beschränkt bleiben. Der Rauch allerdings war durch das gesamte Haus gezogen, zeitweilig herrschte nahezu null Sicht in allen Räumen. Der wie in einem Kamin nach oben gelangte Ruß macht das Gebäude vorerst unbewohnbar. Die Bewohner konnten anderweitig untergebracht werden. Der Schaden ist groß, insbesondere die zerstörten Unterlagen des Betriebes und die darin steckende Arbeit sind kaum zu ersetzen.


