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Wanderwege: Irreführende Schilder

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Die falschen Schilder in Odenthal sollen baldmöglichst ausgetauscht werden. Foto: Christopher Arlinghaus
Touristen werden in Odenthal durch falsche Schilder in die Irre geleitet. Damit sie auf den richtigen Pfaden wandern können, sollen die Schilder baldmöglichst ausgetauscht werden.  Von
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Odenthal

Beim Begriff „Altenberger Klosterweg“ sieht manch einer rot. Ein Kloster gibt es im Dhünntal nämlich nicht mehr – dafür aber reichlich entsprechende Hinweisschilder in Signalfarbe. Das sei nicht die Schuld der Gemeindeverwaltung, sondern ein Fehler der Naturarena, erklärte Odenthals Tourismusbeauftragter David Bosbach im Fachausschuss. „Die haben sich vertan, und die Bezirksregierung hat die Wegezeichen dann genehmigt“ beantwortete er eine Frage Bernd Pugells (FDP). Baldmöglichst sollen sie ausgetauscht werden.

Unzufriedene Jäger
Die Wanderer sehen dann zwar immer noch rot, erfahren aber, dass sie sich auf dem „Grafen- und Mönchsweg“ befinden. Offiziell eröffnet wird dieser bergische Streifzug am 30. Juni; die Eröffnung des Dhünnwegs soll im Herbst folgen. Touristisch sei die Gemeinde gut aufgestellt, ließ Bosbach die Kommunalpolitiker wissen. Auch wenn der Hegering der Gemeinde das offenbar anders sind. Auf das „Störfeuer“ der Jäger angesprochen, die sich (wie berichtet) durch den Ansturm von Wanderern, Bikern und Geocachern massiv in der Ausübung ihrer Jagd behindert fühlen, verwies er auf geplante Gespräche zwischen Vertretern des Hegerings und der Verwaltung. Zudem seien die von den Grünröcken beanstandeten Fotos, die unpassendes Verhalten von Radfahrern gezeigt hatten, aus den neuen Broschüren der Naturarena entfernt.

Damit auch die Reiter wissen, wie man sich hoch zu Ross korrekt verhält, hat das Ordnungsamt einen Flyer „Reiten in Odenthal“ aufgelegt. Neu ist auch die Imagebroschüre der Gemeinde, die sich mit vier aktuellen Flyern für unterschiedliche Zielgruppen erstmals in einheitlichem Design präsentiert. Die Wandertafeln hingegen seien in „erbarmungswürdigem Zustand“, wie Bosbach zugab. Wegen der Vielzahl der neuen Strecken sollen sie demnächst ersetzt werden – und dann nur noch die wichtigsten Wege des bergischen Wanderlands bewerben. Auch eine neue Wanderkarte ist für Odenthal in der Mache. Eine stärkere Vermarktung erhofft man sich vom Audioguide, der Besucher durch Odenthal und Altenberg führt. Ihn kann man unter anderem im I-Punkt Altenberg ausleihen, dessen Mitarbeiter im vergangenen Jahr knapp 8000 Anfragen potenzieller Besucher (meist Gruppen) erreichten. Gefragt war auch der Wanderbus, der auch in dieser Saison wieder Odenthal mit dem Eifgenbachtal verbindet (von Karfreitag bis Allerheiligen an Wochenenden und Feiertagen).

Fahrgastbefragungen haben ergeben, dass jeder zweite Nutzer in der örtlichen Gastronomie einkehrt, meist am Ende der Tour in Altenberg und Odenthal. Wer wie Peter Sittart von den Bündnisgrünen gerne mit einem Buch durch die Gegend zieht, läuft laut Bosbach in Zukunft Gefahr, ab und zu die Orientierung zu verlieren, da etliche Wanderwege zugunsten der neuen Streifzüge und Themenwege entfallen. „Die Welt lebt von Veränderungen“, sagte der Tourismusbeauftragte, ab und zu bräuchten eben auch Wanderführer ein Update wie ein Navi. „Einfach mal einen neuen kaufen“, lautete der Rat. Da fügt es sich gut, dass demnächst gleich zwei neue erscheinen, wie Bosbach ankündigte.

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