Olympia 2012
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Großer Empfang in Hamburg: Ein Traumschiff voller Athleten

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Die Ruder-Olympiasieger Karl Schulze (l-r), Andreas Kuffner und Philipp Wende halten ihre Goldmedaillen nach der Ankunft in Hamburg stolz in die Höhe. Foto: dpa
Die MS „Deutschland“ ist mit mehr als 200 deutschen Olympiateilnehmern an Bord am Mittwochvormittag in den Hamburger Hafen eingelaufen. Rund 100 kleinere Boote begleiteten das Schiff bei der Einfahrt, Tausende Menschen am Ufer feierten die Sportler.
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Bässe wummerten, Tausende Fans wedelten mit ihren Deutschland-Fähnchen, und die Helden machten Erinnerungsfotos: Mit einer riesigen Party haben rund 20.000 Hamburger den deutschen Olympioniken in der Hansestadt einen unvergesslichen Empfang bereitet. „Das ist der absolute Wahnsinn“, sagte Turner Fabian Hambüchen, „so ein Empfang gab es noch nie. Das kennt man ja sonst nur vom Fußball. Es ist einfach unglaublich, dass wir das hier erleben dürfen.“ Und Lilli Schwarzkopf, die Silber im Siebenkampf gewonnen hatte, sagte: „Man fühlt sich wie Kaiserin Sissi, als sie nach Wien gefahren wurde. So viel Gänsehaut hatte ich noch nie.“

Nach 36 Stunden Fahrt von London nach Hamburg auf der MS Deutschland waren 217 der 392 Olympiastarter an Bord des „Traumschiffs“ um 10.00 Uhr in Begleitung von etwa 100 kleineren Booten in den Hafen eingelaufen. Unter dem Jubel der Zuschauer waren dann die beiden Fahnenträger, Hockeyspielerin Natascha Keller und Ruderer Kristof Wilke, um 10.52 Uhr als erste von Bord gegangen.

Insgesamt 25 Olympiasieger navigierte Kapitän Andreas Greulich sicher in den Hafen. Empfangen wurden sie zunächst von einem traditionellen Hamburger Shanty-Chor, der die Nationalhymne anstimmte. Danach genossen die Athleten bei strahlendem Sonnenschein ein ausgiebiges Bad in der Menge. „Es war eine unglaublich tolle Zeit, unvergessliche Tage auf dem Schiff“, sagte Hockey-Olympiasieger Moritz Fürste mit Deutschland-Hut auf dem Kopf, „und dann noch dieser Empfang. Sensationell.

Ich bin super dankbar, dass ich das miterleben durfte.“ Anschließend dirigierte er die tobende Menge und stimmte den Klassiker „Hamburg, meine Perle“ des Stadtbarden „Lotto King Karl“ an. „Überwältigend“, stammelte Fechterin Britta Heidemann, Olympiasiegerin von Peking 2008 und Silbermedaillengewinnerin von London 2012. Und Hockey-Spieler Tobias Hauke meinte: „Das übertrifft alle Erwartungen. Wahnsinn.“ Schon in den Nächten zuvor hatten die Hockey-Spieler das Party-Kommando übernommen und Vollgas gegeben.

Wie schon in Peking feierten sie am lautesten und längsten. „Das Schiff ist aber noch bestens in Schuss und sehr gemütlich eingerichtet“, sagte Fürste mit einem breiten Grinsen im Gesicht. In der Nacht zum Mittwoch hatten die Olympioniken eine ausgelassene Poolparty zum Hit der Toten Hosen „An Tagen wie diesen“ veranstaltet.

Die beeindruckendste „Arschbombe“ legte der 138 Kilo schwere Gewichtheber Almir Velagic hin. „Wir haben die Nacht zum Tag gemacht“, sagte ein immer noch müder, aber glücklicher Weitspringer Christian Reif. Danach schnappte sich der 27-Jährige eine Kühlbox und verteilte Eis an die umstehenden Fans. Im Hintergrund tönte immer wieder „We are the Champions“ von Queen. Und Kris von Revolverheld sang live „Diese Tage“. Auch Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (beide SPD) zeigten sich gerne mit den erfolgreichen Olympioniken. Scholz zeigte sich hoffnungsvoll, in Zukunft auch große internationale Sportereignisse nach Hamburg zu holen.

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DOSB-Präsident Thomas Bach freute sich über den großen Empfang. „Wir sehen eine erfolgreiche Olympia-Mannschaft, die wir zu Recht feiern.“ Im Anschluss an die rauschende Party in der sonst so kühlen HafenCity fuhren die Athleten auf Barkassen zum Hamburger Rathaus. Dort empfing sie erneut Scholz und der Hamburger Senat. Im großen Festsaal des Rathauses trugen sich die Olympiasieger ins Goldene Buch der Hansestadt ein. Danach ging die Party weiter - in einem Hamburger Beachclub. (sid)


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