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Jeckes Treiben: Beim Kinderzoch regnete es Kamelle

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Knallbunte Papageien: Die Gruppe der Martinschule fiel mit ihren bunten und liebevoll gestalteten Kostümen besonders auf. Foto: Tim Nolden
Vom Wikinger über den Chinesen bis hin zum Weltraumpolizisten war an Kostümen beim diesjährigen Kinderzoch alles vertreten. Die größte Gruppe stellte die Martinschule mit 80 Teilnehmern, als Papageien verkleidet.  Von
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Euskirchen

Um kurz vor 11 Uhr ertönten am Sonntag auf dem Annaturmplatz die ersten närrischen Klänge. Die Musikzüge und Tambourcorps brachten sich in Stellung, und Zugleiter Michael Fischenich vom Festausschuss Euskirchener Karneval sortierte die 21 Gruppen, die im Kinderzug durch die Innenstadt zogen.

Wenige Minuten später startete der Tambourcorps der freiwilligen Feuerwehr, angeführt vom Zugleiter. Davor gab es dieses Mal noch eine besondere Figur zu bestaunen: einen Tiger auf Stelzen. Gut 850 Teilnehmer hatte der Zug in diesem Jahr. Dazu gehörten einige Kindertagesstätten, Grundschulen und Karnevalsgesellschaften aus Euskirchen. Das Motto des Zuges lautete diesmal „Wo de her küss, is doch ejal, kumm met, mir fiere Karneval.“

Kinerzoch, Euskirchen, Karneval
Auch mit im Zug unterwegs: niedliche Schmetterlinge aus der Bewegungskita auf der Kölner Straße.
Foto: Tim Nolden

Es ist durchaus Absicht, dass das Motto etwas freier gestaltet ist. „Dann sind die Gruppen abwechslungsreicher verkleidet. Das ist für die Zuschauer schöner“, so Zugleiter Fischenich. Und so war es dann auch. Vom Wikinger über den Chinesen bis hin zum Weltraumpolizisten war an Kostümen alles vertreten. Dabei waren einige Gruppen in diesem Jahr besonders kreativ und aufwendig verkleidet. Die größte Gruppe stellte die Martinschule mit 80 Teilnehmern. Sie waren als Papageien verkleidet und stachen wegen ihrer bunten Kostüme aus der Menge heraus.

Ebenfalls liebevoll ausstaffiert waren die kleinen Schmetterlinge aus der städtischen Bewegungs-Kindertagesstätte Kölner Straße, die in Gestalt von 30 Kindern durch die Stadt flatterten. Von Kopf bis Fuß in glänzende Streifen eingekleidet und mit Lametta in den Haaren traten die 80 Kinder von der Franziskusschule an, die damit die zweitgrößte Gruppe stellte.

Ganz hinten im Zug, wie immer, der Wagen mit Küfer Christopher I., der aus dem Vollen schöpfte und mit beiden Händen Kamellen an die kleinen Narren verteilte. Der Zug führte vom Annaturmplatz durch die Annaturmstraße bis hin zum alten Markt. Dort stand dann auch das große Dreigestirn aus Prinz Yvonne I., Bauer Annika und Jungfrau Barbara am Wegesrand und jubelte den Fußgruppen zu.

Der Weg führte den Kinderzug quer über den Marktplatz hin zur Klosterstraße, von wo aus die Gruppen in die Berliner Straße und dann rechts in die Neustraße abbogen. Die Teilnehmer marschierten bis zum Ende der Fußgängerzone, dann auf der Wilhelmstraße links, wo sich der Zug auf dem Weg zum alten Casino so langsam auflöste. Dort konnte man sich noch mit Getränken und Essen versorgen. Als der Küfer vor der alten Posthalterei ankam, warteten schon seine Kameraden aus dem Musikzug der Prinzengarde auf ihn, um Christopher I. zuzujubeln. Belohnt wurden sie dafür mit einem Kamellenregen.

Zum Glück regnete es während des Zuges tatsächlich nur Süßigkeiten. So konnten die kleinen Narren trockenen Fußes durch die Stadt ziehen. Nachdem der Frost dem Kinderzug im letzten Jahr einige Probleme bereitet hatte – der Küferwagen musste irgendwann umdrehen, weil der Metallpfeiler am Zugang zur Wilhelmstraße festgefroren waren – hatte man dieses Mal aufgepasst. Schon eine Woche vorher sorgten die Organistoren dafür, dass der Pfeiler sich nun problemlos aus der Halterung lösen ließ.

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