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Neuer Kreisverkehr: Wenig Platz für kleine Fußgänger

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Für Grundschüler ist der neue Kreisel in Overath gefährlich. Foto: Roland U. Neumann
Viele Overather Eltern halten den neuen Kreisverkehr für ihre Kinder zu gefährlich, wenn diese auf dem Weg zur Grundschule sind. Einige Eltern wollen nun einen freiwilligen Lotsendienst aufbauen, um das Problem zu lösen.  Von 
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Der Verkehr am neuen Kreisel in Overath läuft ziemlich rund. Doch an einer Stelle hakt es noch – jedenfalls nach den Beobachtungen einiger Eltern, deren Kinder auf dem Weg zur Grundschule am Kreisverkehr vorbei kommen. Die Fußgängerüberwege würden zu Zeiten des Berufsverkehrs regelmäßig von Autos blockiert, die kurz anhalten müssten, weil der Verkehr dies so erfordert, klagt Lida Fareghi Naini. Die Kinder müssten sich dann auf den Zebrastreifen zwischen den Autos hindurchzwängen, was mitunter zu gefährlichen Situationen führe. Einige Eltern wollen nun einen freiwilligen Lotsendienst aufbauen, um das Problem zu lösen.

„Aus baulicher Sicht einwandfrei“

Die Überwege an den Einmündungen der Straßen, die in den Kreisverkehr führen, sind in der Tat recht nahe am Rondell angelegt. Das führt immer wieder dazu, dass anhaltende Autos mit dem Heck in den Kreisverkehr hineinragen und so den Verkehr für kurze Zeit blockieren. „Das kann aber kein Problem sein“, urteilt Polizeisprecherin Claudia Kammann: „Fußgänger haben auf Zebrastreifen absoluten Vorrang. Wenn Autofahrer warten müssen und den Verkehrsfluss im Kreisel blockieren, dann ist das eben so.“ Die Polizei habe den neuen Kreisverkehr eine Zeit lang „im Auge gehabt“, dabei aber festgestellt, dass „aus baulicher Sicht alles einwandfrei läuft“.

„Viele Autofahrer scheinen aber nicht zu wissen, dass sie bei stockendem Verkehr gar nicht erst auf den Zebrastreifen fahren dürfen, wenn sie ihn nicht sofort und auf voller Länge passieren können“, sagt Lida Fareghi Naini. Hinzu komme, dass Grundschulkinder sich noch nicht so sicher im Verkehr bewegten und entsprechend ängstlich an die Sache herangingen. Viele Autofahrer nutzten dies aus und passierten unmittelbar vor den Kindern den Zebrastreifen: „Ich habe beobachten können, dass an einem Morgen gleich dreimal Autofahrer kleinen Kindern das Vorrecht genommen haben.“

Die Straßenverkehrsordnung sieht für solche Verstöße – je nach Schwere – Verwarnungs- oder Bußgelder bis zu einer Höhe von 100 Euro vor. Bei der Gefährdung von Personen gibt es auch Strafpunkte bis hin zum zeitweiligen Führerscheinentzug.
Der Aufbau eines Lotsendienstes gestaltet sich jedoch schwierig. Bisher haben sich erst sechs Elternteile zur Verfügung stellen wollen, um diese ehrenamtliche Aufgabe zu übernehmen.

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