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Neuer Standort: Feuerwache statt Supermarkt

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Overather Feuerwache Foto: Feuerwehr
Auf dem jetzigen Gelände des Edeka-Marktes neben dem Rathaus in Overath soll eine neue Feuerwache gebaut werden. Der Umzug, über den schon seit Jahren debattiert wird, ist nötig, weil die alte Wache nicht zu erweitern ist.  Von
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Ein neuer Standort für die Feuerwache Overath scheint gefunden. Der Stadtrat soll am kommenden Dienstag beschließen, einen Neubau auf dem jetzigen Gelände des Edeka-Marktes neben dem Rathaus hochzuziehen. Diese Empfehlung macht die Stadtverwaltung in ihrer Vorlage für die Ratssitzung.

Grundlage ist eine umfangreiche Voruntersuchung durch eine Beratungsgesellschaft, die zwei Alternativen in die engere Auswahl nahm: einen Neubau am jetzigen Standort oder eben der Platz am Edeka-Markt. Ein Gelände an der Perenchies-Straße war vorher aus städtebaulichen Gründen durchgefallen.

Laut Vorlage ist die Supermarktkette „aktuell bereit, den Standort neben dem Rathaus ersatzlos aufzugeben und das Objekt der Stadt zum Kauf anzubieten“. Der Edeka-Markt neben dem Rathaus wird also schließen. Wie zu erfahren war, wäre man gerne geblieben, wenn die Möglichkeit zur Erweiterung bestanden hätte.

Die Feuerwehr wäre mit dem neuen Standort einverstanden. Der Umzug, über den schon seit Jahren debattiert wird, ist nötig, weil die alte Wache aus allen Nähten platzt und nicht zu erweitern ist.

Platzmangel

Da längst auch Frauen bei der Feuerwehr sind, müsste die Stadt entsprechende sanitäre Anlagen für beide Geschlechter vorhalten. Das kann sie derzeit nicht. Bürgermeister Andreas Heider: „Unsere Wehrleute, egal welchen Geschlechts, müssen sich zeitweise hinter den Einsatzfahrzeugen umziehen. Das ist nicht zumutbar.“

Außerdem muss demnächst ein Drehleiter-Fahrzeug in der Wache untergebracht werden. Die Werkstätten der Feuerwehr und die Räume für die Jugendwehr sollen derweil in Steinenbrück angesiedelt werden. Mit den erforderlichen Grundstücksverhandlungen will die Stadt die Stadtentwicklungsgesellschaft SEGO betrauen.

Das Edeka-Gelände hat den Nachteil, dass dieses Grundstück der Stadt noch nicht gehört. Andererseits kann das Grundstück Propsteistraße für gutes Geld verkauft werden, wenn hier die alte Wache aufgelöst wird. Hier wären dann städtebauliche Projekte möglich, die den Kern der Innenstadt aufwerten. „Ein Verbleib der Feuerwache am Altstandort blockiert die städtebauliche Weiterentwicklung der Stadt Overath“, heißt es dazu aus der Verwaltung.

Frühester Baubeginn der neue Wache ist der 1. Januar 2015. Da der Kreis hier voraussichtlich auch die Rettungswache unterbringen wird, könnte er sich an den Kosten beteiligen. Über die Gesamtkosten ist bisher nichts bekannt.

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