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Vierte Rätselwanderung: Ausblicke entlohnen für den Aufstieg

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Foto: Diethelm Nonnenbroich
Die vierte Rätselwanderung des "Kölner Stadt-Anzeiger" führt auf einem Rundweg nach Marialinden und zurück. Dabei geht es für Wanderer in verträumte Wälder und auf einen alten Pilgerweg.  Von
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Overath

Heute ist Bergwandern angesagt. Die vierte Tour unserer Ferienserie entführt in verwunschene Linden- und Buchenwälder und bietet außergewöhnliche Blicke über Overath hinweg bis zur Ville. Sie beinhaltet allerdings einige Steigungen, denn heute geht es hinauf nach Marialinden.

Vom Bahnhof in Overath führt ein fast acht Kilometer langer Rundwanderweg in das Bergdorf mit der markanten Kirche und wieder zurück. Die Strecke ist identisch mit dem Wanderweg Ost des Heimat- und Bürgervereins Overath. Das muss man wissen, denn die Beschilderung ist erstens gut und zweitens absolut notwendig, um sich nicht zu verlaufen. Wer also die Hinweistäfelchen mit der Raute und dem „O“ im Blick behält, ist auf der sicheren Seite.

Vom Bahnhof aus geht es ein paar hundert Meter an der Hauptstraße entlang in Richtung Osten. An der Dr.-Ringens-Straße kurz rechts abbiegen und gleich hinter den Bahngleisen links ab auf den Weg Am Aggersteg. Der führt zu einer Fußgängerbrücke über die Agger. Dem Weg durch die Siedlung folgen bis zur Straße An der Brücke. Hier links ab bis Alte Mucher Straße und dann wieder links. Plötzlich ist man in einer mit alten Linden bestandenen Allee, wie man sie so nah an der Innenstadt nicht vermutet hätte.

Jetzt geht es direkt an der Agger entlang in östliche Richtung. Man muss kurz die Mucher Straße überqueren, hat dann aber seine Ruhe. Der Pfad auf dem Aggerdamm ist von ungewöhnlicher Schönheit. Links plätschert der Fluss, rechts stehen die Bäume so eindrucksvoll, dass man sich stellenweise an den Wald vor den Rügener Kreidefelsen erinnert fühlt.

Nach gut zehn Minuten stößt man in Höhe einer Kolonie von Wochenendhäuschen auf einen Steg, der über den Lombach führt. Dort muss man rechts abbiegen. Vorsicht: Es ist der zweite Steg auf diesem schönen Stück durch den Wald. Am ersten (verwitterten) Steg noch nicht abbiegen, sonst landet man im Unterholz.

Hinter dem richtigen Steg beginnt ein kleiner Pfad, der kurzzeitig steil bergauf führt und nichts für Sandalenträger ist. Oben (rechts abbiegen!) erreicht man einen gut ausgebauten Wirtschaftsweg, dem man für einige Zeit folgt. Er führt durchs idyllische Lombachtal. Nach mehreren hundert Metern kommt eine Weggabelung. Vorsicht: Es ist die zweite Gabelung. Hier unbedingt nach dem Hinweisschild mit der Raute Ausschau halten!

Start und Rast

Die Anfahrt zum Startpunkt der Wanderung kann einfacher nicht sein: Der Bahnhof Overath liegt mitten in der Stadt und ist Haltepunkt der Regionalbahn 25. Unmittelbar davor befindet sich der Busbahnhof. Parkplätze gibt es rund um die Bahnanlagen an Wochenenden in ausreichender Zahl.

An Werktagen kann es vorkommen, dass die zahlreichen Pendler alles belegt haben. Autofahrer müssten dann zum Steinhofplatz ausweichen, wo eigentlich immer noch etwas frei ist. Zum Bahnhof sind es dann zu Fuß fünf Minuten.

Einkehrmöglichkeiten sind in Overath und in Marialinden zu finden. In Overath gibt es zum Beispiel im Bahnhof die Gaststätte „Zur Stadtmitte“, die mit urigem Ambiente aufwartet, geöffnet dienstags bis sonntags ab 17 Uhr (Montag ist Ruhetag). Zwischen Overath und Marialinden gibt es auf der beschriebenen Route keine weiteren Einkehrmöglichkeiten. (ew)

Wenn man dann an der richtigen Gabelung dem rechten Strang gefolgt ist, wandelt man auf dem Bernsauer Jagdweg, den die Herren von Großbernsau benutzt haben sollen, wenn sie nach Marialinden zur Kirche fuhren. Unvermittelt sieht auch der Wanderer das doppeltürmige Gotteshaus vor sich.

Allerdings sind es bis dorthin noch ein paar hundert Meter durch die schöne Ortschaft Höhe, in der man mal rechts über die Schulter schauen sollte. Denn dann schweift der Blick über Heiligenhaus und den Ferrenberg bis nach Hohkeppel mit seiner ebenfalls markanten Kirche. Marialinden war Zielort eines 250 Jahre alten Pilgerweges mit sieben „Fußfällen“, das sind kleine Bildstöcke mit Kreuzwegmotiven, an denen jeweils gebetet wurde.

Rätselwanderung in Overath 

Das ist für unseren Wanderweg von Bedeutung, weil wir nun diese Pilgerstraße in westliche Richtung bis zur Gabelung Alte Römerstraße einschlagen. Nach einem Stückchen bergab steht rechts einer der Fußfälle – es ist der siebte und letzte des Pilgerwegs. Hier geht es links hinauf in die Wiesen.

Oben auf der Wiese hat man einen prachtvollen Blick über die bergische Hügel-Landschaft bis hin zur Voreifeler Ville-Region. Am Ende der Weide geht es rechts und leicht bergab. Wieder steht man bald mitten in einem verträumten Wald – noch dazu mit einer eigentümlichen Bodenform: Die vielen Rillen und Furchen sind die Überbleibsel der alten Kupfergrube Kirschbaum.

Das Rätsel

Sechs Wanderwege – heute den vierten – stellt der „Kölner Stadt-Anzeiger“ vor. Zu jedem gibt es drei Fragen. Jede Antwort enthält einen Buchstaben eines Lösungsworts. In der Reihenfolge der Fragen aneinandergesetzt, ergibt sich der Lösungssatz mit 18 Buchstaben. Dieser Satz kann bis zum 12. September gesendet werden an den „Kölner Stadt-Anzeiger“, An der Gohrsmühle 10, 51465 Bergisch Gladbach, oder per E-Mail an:
gewinne.rheinberg@mds.de

Unter den Einsendern des Lösungssatzes werden Gewinne verlost:

Erster Preis: ein Tag für zwei Personen im MediteranaZweiter Preis: ein zehnstündiger Nordic-Walking-Kurs für zwei, gesponsert von der AOK und der TS 79 Dritter Preis: zwei Karten für die Party „Elfter im Elften“ in der Lanxess-Arena am 9. November

Die Fragen:

1 An der Einmündung der Straße An der Brücke in die Alte Mucher Straße steht ein Schild, das auf ein Kinderheim hinweist. Wie heißt das Heim? Den vierten Buchstaben des ersten Worts nehmen.

2 Vor der Kirche in Marialinden steht ein Brunnen, in den ein religiöser Spruch eingelassen ist. Von diesem Spruch (beginnend mit „Bitt“) den zehnten Buchstaben nehmen.

3 Wo der Rundweg in Höhe Rittberg auf die Mucher Straße stößt, kommt man an einem Buswartehäuschen vorbei. Wie heißt diese Haltestelle? Gesucht ist der dritte Buchstabe.

Nach 200 Metern mündet der Pfad in einen geteerten Wirtschaftsweg, dem man erst links und dann rechts in den Buchenwald folgt. Auch hier leitet die Raute mit dem O den Wanderer vortrefflich. Eberhardt Dommer vom Heimatverein hat für die Beschilderung gesorgt.

Unvermittelt stößt der Wanderer auf die Mucher Straße, der er ein keines Stück talwärts folgen muss (Achtung, Autoverkehr!), bis es links ab in den kleinen Ort Rittberg geht. Immer der Straße durch den Ort folgen (rechts liegt der Burgberg), bis man wieder in Overath ankommt und zwar am Aggersteg, wo sich der Kreis der Rundtour schließt. Der Rest des Weges bis zum Bahnhof ist bekannt.

Weitere Wanderungen rund um Overath sind auch auf der Internetseite des Heimat- und Bürgervereins zu finden.

www.hbv-overath.de

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