30.07.2016
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Mutter vor Gericht: Fast 1000 Tage Schule geschwänzt

Symbolbild

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dpa

Berlin -

Eine Mutter, deren Sohn von September 2003 bis Januar 2012 an fast 1000 Schultagen geschwänzt hatte, ist am Donnerstag zu neun Monaten Haft mit Bewährung verurteilt worden. „Sie hätten einen feinen Jungen haben können, das haben Sie ihm verbaut“, begründete eine Berliner Amtsrichterin den Schuldspruch wegen Verletzung der Fürsorgepflicht.

Der inzwischen 17-Jährige war in Schulen in Berlin und im pfälzischen Ludwigshafen nur sporadisch zum Unterricht aufgetaucht. Der Teenager kann kaum lesen und schreiben. Die fünffache Mutter und Analphabetin hatte im Prozess geschwiegen. Gegen die 43-Jährige ergingen mehrfach Bußgeldbescheide.

Der Teenager soll unter anderem ein Schuljahr lang fast komplett gefehlt haben. Schon im ersten Schuljahr wurden 95 Fehltage vermerkt. In der sechsten Klasse erschien der Junge den Ermittlungen nach nur 16 Tage. (dpa)