26.07.2016
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2012: Die Highlights des Jahres

Tiger Altai

Tiger Altai tötete im Kölner Zoo eine Pflegerin und wurde erschossen.

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dpa

Lehnen Sie sich jetzt mal zurück und versuchen zu entspannen: Wulff-Rücktritt, drohender Euro-Zusammenbruch, Rettungspakete für Griechenland in Serie, Schlecker-Pleite, Gottesteilchen gefunden, Beschneidungsdebatte, Bürgerkrieg in Syrien, Tiger im Kölner Zoo erschossen, Obama wiedergewählt, Super-Erde gefunden … und so weiter und so fort. Gar nicht so einfach die Entspannung, oder? Das Nachrichtenkarussell drehte sich 2012 extrem schnell – atemlose Hetze von Januar bis Dezember. Nun ist es wieder Zeit zurückzuschauen, die Ereignisse Revue passieren zu lassen – um damit das alte Jahr endgültig loszulassen. Psychologen sprechen vom kathartischen, also reinigenden Effekt. Erst wenn das alte Jahr verarbeitet ist, können wir uns voller Mut dem neuen zuwenden. Aber der Reihe nach.

In Kölner Zoo kommt es im August zu einem Schuss, dessen Folgen die Stadt wochenlang bewegen. Am 25. August betritt die Raubtierpflegerin Ruth K. gegen Mittag den Innenbereich des Tigergeheges, um den Käfig zu reinigen. Offensichtlich ist eine der Klappen geöffnet, welche die Box mit einem Nebenkäfig verbindet, in dem sich der Tigerkater Altai aufhält. Ein folgenschwerer Fehler: Tiger Altai fällt die 43-jährige Ruth K. von hinten an, beißt ihr in den Hals, woraufhin sie stürzt und regungslos liegen bleibt. Nach Rücksprache mit Zoodirektor Theo Pagel entscheidet die Einsatzleitung der Polizei, dass Pagel Altai erschießen soll.

Anschließend bricht eine beispiellose Wutwelle über den Zoo hinein. Facebook-Nutzer äußern ihren Unmut darüber, dass das Tier nicht betäubt wurde. Der Tierpark verteidigt das Vorgehen. Der Schuss sei erfolgt, als sich Altai noch im Gehege mit der Tierpflegerin befunden habe. Zu diesem Zeitpunkt habe noch die Hoffnung bestanden, dass Ruth K. vielleicht nur verletzt sei. Eine Narkose hätte nicht sofort gewirkt und den Tiger womöglich so aggressiv gemacht, dass eine tödliche Attacke des Tieres auf die Pflegerin nicht auszuschließen gewesen sei. Richtig ist: Pagel hat getreu der Richtlinien des Zoos gehandelt und den Tiger in einer Notwehrsituation getötet.

Szenenwechsel: Im Sommer vergeht nicht ein Tag ohne alarmierende Nachrichten über die Euro-Krise. Bundeskanzlerin Angela Merkel führt einen nervenaufreibenden Kampf gegen immer neue finanzielle Forderungen an Deutschland. Das gipfelt in ihrer berühmten Aussage, wonach es keine Euro-Bonds geben werde, solange sie lebe. In Europa steht es Spitz auf Knopf. Italien und Spanien versinken im Schuldensumpf, die Krisenländer müssen immer höhere Renditen für ihre Staatsanleihen bezahlen, die Refinanzierung an den Finanzmärkten wird somit immer schwieriger. In Scharen verlassen Investoren die Euro-Zone, an den Börsen herrscht Dauerpanik.

Ratingagenturen stufen ein EU-Land nach dem anderen ab. Der Zusammenbruch der Währungsunion scheint nur noch eine Frage der Zeit. Da kommt die Retterin in der Not: Die Europäische Zentralbank. Sie beruhigt die Situation, indem sie ankündigt, den Krisenländern die Staatsanleihen abzukaufen und so deren horrende Zinslasten zu drücken. Endlich kehrt etwas Ruhe an den nervösen Märkten ein. Gelöst ist die Euro-Krise damit noch immer nicht. Auch 2013 dürfte es ein Hauen und Stechen geben, um die fragile Währungsunion zu erhalten.

Die Euro-Krise und die Tiger-Attacke im Kölner Zoo sind nur zwei der wichtigsten Themen im Jahresrückblick von ksta.de, der am Montag startet. Es geht los mit einer Bildergalerie, welche chronologisch die Top-Events im Januar zeigt. In den darauffolgenden Tagen schließen sich die restlichen Monate an. Was waren die witzigsten Zitate? Wer ist 2012 gestorben? Welche Höhen und Tiefen erlebte der 1. FC Köln? Was waren die lustigsten Videos? Das alles lassen wir nochmal Revue passieren. Komplettiert wird der Jahresrückblick durch eine detaillierte Dokumentation der wichtigsten Kölner Ereignisse. Und jetzt: entspannen.


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