24.08.2016
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ADAC testete Gewässer: Gutes Zeugnis für Kölner Badeseen

Sommer am Fühlinger See: Der Badestrand schnitt im ADAC-Test sehr gut ab.

Sommer am Fühlinger See: Der Badestrand schnitt im ADAC-Test sehr gut ab.

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Martina Goyert

Bei strahlendem Sommerwetter und Temperaturen über 30 Grad sehnen sich viele nach Abkühlung im Badesee - doch das erfrischende Nass kann Gefahren bergen. Gerade im flachen Wasser, wo die Kleinsten planschen, gibt es teilweise hohe Konzentrationen von Keimen, wie der am Dienstag veröffentlichte ADAC-Badegewässertest ergab.

Die Untersuchung bestätigte damit grundsätzlich die Ergebnisse vom vergangenen Jahr. Allerdings standen im Vorjahr große Gewässer wie Bodensee und Chiemsee im Mittelpunkt, dieses Jahr waren es 41 kleinere Seen in der Nähe von zwölf Großstädten. Alle Ergebnisse des ADAC-Tests gibt es hier im Überblick.

Gute Nachrichten gibt es von den beiden getesteten Badeseen auf Kölner Stadtgebiet : Der Fühlinger See (Strandbad Blackfoot Beach) erntete ein „sehr gut“, der Escher See (Strandbad Sundown Beach) ein „gut“. Anders ist die Situation in Hürth: Der Badestelle am Nordufer des Bleibtreusees schnitt nur mit „ausreichend“ ab, beim Otto-Maigler See wurde das Strandbad Mitte mit „gut“ bewertet, das Strandbad Süd hingegen nur mit „ausreichend“.

Beste Bewertungen für Leipzig und Frankfurt

Etwa jede siebte Messstelle lieferte bedenkliche Keimkonzentrationen im ufernahen Flachwasser. Von 65 Stellen bekamen 10 die Bewertung „bedenklich“. 18 Messpunkte wurden mit „ausreichend“ bewertet, 17 schnitten „gut“ ab und 20 sogar „sehr gut“. Dabei lagen die Großräume Leipzig und Frankfurt am Main vorn: Hier wurden fünf beziehungsweise vier von sechs getesteten Gewässern mit „sehr gut“ bewertet.

Die Gewinner des ADAC-Badegewässertests waren unter anderem das Strandbad am Langener Waldsee bei Frankfurt/Main, das Nordufer des Lußsees in München sowie das Nordufer des Ammelshainer Sees, das Ostufer des Cospudener Sees und das Strandbad im Kulkwitzer See, die alle in der Nähe von Leipzig liegen. Dort habe es nur sehr geringe Risiken für Badegäste gegeben, mit krankmachenden Keimen in Berührung zu kommen.

Höchste Keimkonzentration in Krefeld

Testverlierer mit der Note „bedenklich“ und der vergleichsweise höchsten Keimbelastung war die Messstelle am Südufer des Elfrather Badesees in Krefeld. Die Kommune warne dort inzwischen vor dem Baden, erläuterte der ADAC. Während aller Messungen hätten sich dort bis zu 100 Kanadagänse aufgehalten. Liegewiese und Ufer seien übersät gewesen mit Vogelkot. „Das ist ein bekanntes Problem am Elfrather Badesee“, sagte Testleiter Nicolas Adunka.

Für den ADAC-Badegewässertest wurde drei Mal in der Saison 2012 und einmal zu Beginn der diesjährigen Saison zwischen Mitte Mai und Anfang Juni gemessen. Der Autofahrerclub nahm Proben an ausgewiesenen Badegewässern im flachen Wasser und damit an familienfreundlichen Stränden. Gesucht wurden nach den Keimen Escherichia coli und intestinale Enterokokken. Ob eine hohe Konzentration dieser Keime tatsächlich Durchfall auslöse, sei schwer nachzuprüfen, erläuterte Adunka. (dpa, ksta)