27.07.2016
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Demonstration: Ausschreitungen bei Blockupy-Protesten

Doe Polizeit treibt einen Keil zwischen die Demonstranten.

Doe Polizeit treibt einen Keil zwischen die Demonstranten.

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Getty Images

Frankfurt/Main -

Bei der Blockupy-Demonstration in der Frankfurter Innenstadt ist es am Samstag zu gewaltsamen Zwischenfällen gekommen. Kurz nach Beginn des Protestzugs am Mittag wurde ein Teil der Demonstranten vom Rest des Zugs abgetrennt. Laut Polizei haben sie gegen Auflagen verstoßen und Beamte angegriffen. Die Polizei ging mit Pfefferspray und Schlagstöcken gegen einzelne Demonstranten vor. Beide Seite machten sich gegenseitig für die angespannte Situation verantwortlich.

Der Zug geriet mehrere Stunden lang ins Stocken, es begann ein Nervenkrieg über die Bedingungen für eine Fortsetzung des Marschs, der auch in die Nähe der Europäischen Zentralbank führen sollte. Die Gesamtzahl der Teilnehmer wurde unterschiedlich angegeben: Laut Blockupy waren mehr als 20 000 Menschen unterwegs, die Polizei sprach von 7000 Demonstranten.

Der Zug hatte sich gegen 12 Uhr vom Baseler Platz aus in Bewegung gesetzt. Auf Höhe der Städtischen Bühnen stoppte die Polizei in der Hofstraße eine Gruppe Demonstranten, die vermummt war, Passivbewaffnung“ wie Schilde mit sich führte und Seile an den Rändern des Zugs spannte. Diese Gruppe - unter ihnen auch mehrere hundert Mitglieder des sogenannten schwarzen Blocks - wurde vom friedlichen Rest des Protestzugs abgetrennt. Feuerwerkskörper und Farbbeutel flogen in Richtung der Einsatzkräfte, vereinzelt wurden Rauchbomben gezündet.

Die Eingekesselten erklärten sich schließlich nach eigenen Angaben bereit, von der Polizei beanstandete Gegenstände zurückzulassen. Doch die Polizeileitung habe darauf bestanden, bei allen eingekesselten Demonstranten Leibesvisitationen und Gepäckkontrollen vorzunehmen. Die Demonstranten sprachen von „Schikane“ und wiesen die Forderung zurück. Die Veranstalter sprachen von etwa 1000 Eingekesselten, die Polizei von 200 bis 400. Bis zum frühen Abend blieb die Lage angespannt. Ob und wie der Protestzug fortgesetzt wird, war unklar. (dpa)


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