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Endeavour: Huckepack über Kalifornien

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Auch an der Golden Gate Bridge geht es vorbei. Foto: dapd
Seit 1992 flog die US-Raumfähre Endeavour regelmäßig ins All. Ihr nun letzter Flug führte sie aber nicht in den Weltraum, sondern auf dem Rücken eines Jumbo-Jets über kalifornische Sehenswürdigkeiten, bevor sie in ein Museum umzieht.
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Kalifornien

Kalifornische Sehenswürdigkeiten statt Weltraum: Der letzte Flug der US-Raumfähre „Endeavour“ war am Freitag den irdischen Schönheiten seiner endgültigen Heimat gewidmet. Auf dem Rücken einer Jumbo-Jets überquerte das Shuttle die Golden Gate Bridge, das Hollywood-Zeichen und das Staatskapitol, bevor es nach fünfstündigem Flug auf dem Flughafen von Los Angeles landete. Hier wird die „Endeavour“ noch bis zu ihrem letzten Umzug im kommenden Monat zu bewundern sein: Endstation Museum.

Entlang der „Touristenroute“ der Endeavour verfolgten Tausende Schaulustige den Rundflug des Shuttles. In Santa Monica klickten die Kameras, einige jubelten. „Es waren nur ein paar Sekunden, aber auch eine einzigartige Erfahrung, Geschichte zu erleben“, sagte einer der Schaulustigen, Andrew Lerner. Auf der Golden Gate Bridge von San Francisco wurden Autofahrer ermahnt, sich nicht von dem Schauspiel vom Verkehr ablenken zu lassen.

Für die noch anstehende Überführung der Raumfähre vom Flughafen Los Angeles ins Museum mussten 400 Bäume auf der 20 Kilometer langen Strecke gefällt werden. Das führte auch zu einigem Ärger bei betroffenen Anwohnern. Doch Museumsvertreter haben angekündigt, dort doppelt so viele Bäume neu anzupflanzen.

„Endeavour“ seit 1992 im Dienst

Der Präsident des California Science Center, Jeffrey Rudolph, sagte über seine künftige Hauptattraktion: „Wir freuen uns sehr, die 'Endeavour' im ganz großen Stil zu Hause willkommen heißen zu dürfen.“

Die „Endeavour“ flog das erste Mal am 7. Mai 1992 in den Weltraum. Sie ersetzte damals die „Challenger“, die 1986 explodiert war. Auf ihrem Jungfernflug stiegen drei Astronauten ins All, um einen Satelliten zu reparieren. Die meisten Flüge des Space Shuttle dienten aber dem Transport von Fracht und Ausrüstungsteilen zur internationalen Raumstation ISS, die inzwischen beinahe fertig ist. Bei ihren Flügen legte sie rund 200 Millionen Kilometer zurück. Insgesamt war sie 299 Tage im All und hat dabei die Erde 4.677 Mal umkreist.


Die NASA hatte das Shuttle-Programm im vergangenen Sommer nach 30 Jahren eingestellt. So soll die US-Raumfahrtbehörde künftig mehr Zeit und Geld in die Erschließung erdferner Umlaufbahnen investieren. Auf dem NASA-Radar stehen daher nun Asteroiden und der Planet Mars. (dapd)

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