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Erpressung: Fäkalien in Red Bull-Dosen?

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Täter drohen seit Wochen damit, Dosen mit den Energiegetränken des Unternehmens mit Fäkalien zu vergiften. Foto: REUTERS
Der österreichische Getränke- und Sportmarketingkonzern Red Bull ist das Ziel von Erpressern geworden. Wie das Management mitteilte, drohen Unbekannte seit Wochen damit, die Energy-Drinks des Unternehmens in Supermärkten mit Fäkalien zu vergiften.
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Wien

Der österreichische Getränkehersteller Red Bull wird nach eigenen Angaben erpresst. Der Konzern werde seit mehreren Wochen bedroht, dass Dosen mit dem Energy-Drink Red Bull mit Fäkalien verunreinigt würden, wenn nicht eine bestimmte Geldsumme gezahlt werde, teilte Red Bull am Donnerstag an seinem Firmensitz in Fuschl am See bei Salzburg mit. Die Staatsanwaltschaft erklärte am Freitag, es sei bislang offenbar bei der Drohung geblieben.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Unbekannt wegen versuchter Erpressung. „Bisher geht es nur um eine behauptete Kontamination“, sagte Pressesprecher Marcus Neher der Nachrichtenagentur APA am Freitag. Es habe „ein oder zwei Droh-Mails und einen Brief gegeben. Laut Neher ging auch eine konkrete Drohung gegen die Filiale eines Lebensmittelhändlers in Wien ein.´

Laut APA wurde offenbar damit gedroht, Getränkedosen beziehungsweise die Deckel der Dosen mit „Kloakenwasser“ zu verunreinigen, so dass die Konsumenten mit Krankheiten angesteckt würden. Der Konzern teilte mit, die Dosen aus den genannten Geschäften seien untersucht worden. Dabei seien keine Keime nachgewiesen worden.

Die Geldforderung wurde laut APA per E-Mail erhoben. Das Unternehmen verweigerte nach eigenen Angaben die Zahlung. Zur Höhe der Summe machten die Staatsanwaltschaft und der Konzern keine Angaben. In der Firmenmitteilung hieß es, die Drohungen seien nun öffentlich gemacht worden, um dem oder den Erpressern das wichtigste Druckmittel zu nehmen. Red Bull sei der „Meinung, dass wir den Tätern nahe sind und diese gefunden werden“, zitierte APA aus der Erklärung.

Im vergangenen Jahr wurden weltweit 5,2 Milliarden Dosen Red Bull verkauft, wie APA unter Berufung auf Firmenangaben schreibt. Firmengründer Dietrich Mateschitz war in den 80er Jahren bei einer Asienreise auf ein Getränk namens Krating Daeng gestoßen, mit dem er seinen Jetlag kurierte. Damals kam er auf die Idee für seinen Energy-Drink.

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Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach Auskunft eines Sprechers in der Angelegenheit bereits seit Anfang März und arbeitet auch mit Kollegen in Deutschland zusammen.

Unternehmensmitgründer Dieter Mateschitz verfügt Medienberichten zufolge über ein Nettovermögen von rund sieben Milliarden Dollar und ist damit laut „Forbes“-Magazin der reichste Mann Österreichs und die Nummer 162 in der Welt.

Red Bull kam 2011 auf einen Umsatz von 5,6 Milliarden Dollar. Der Konzern ist in der Formel 1 mit einem Rennteam um den deutschen Weltmeister Sebastian Vettel am Start.

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