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EU-Studie: Schwule fürchten um ihre Sicherheit

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CSD 2012 in Köln: Viele Schwule in Europa fühlen sich noch immer diskriminiert. Foto: stefan worring
In Europa werden Homosexuelle, Bi- und Transsexuelle noch immer diskriminiert. Laut einer EU-Studie werden viele Schwule körperlich und verbal attackiert. Gerade in traditionell toleranten Ländern habe sich die Situation verschlechtert.
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Den Haag

Fast zwei Drittel der Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen in Europa wagen es einer neuen Studie zufolge noch immer nicht, ihre sexuelle Orientierung in der Öffentlichkeit zu zeigen. „Angst, Isolation und Diskriminierung sind ein alltägliches Phänomen für die LSBT-Gemeinschaft in Europa“, schrieb der Direktor der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA), Morten Kjaerum, in dem am Freitag zum Internationalen Tag gegen Homophobie veröffentlichten Bericht.

Für die Onlineumfrage waren 93.000 Menschen in den 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie in Kroatien befragt worden, das im Juli dem Staatenbund beitreten soll. Es war damit laut der FRA die größte Umfrage ihrer Art. Dabei gaben 26 Prozent der Befragten an, sie seien in den vergangenen fünf Jahren wegen ihrer sexuellen Orientierung körperlich oder verbal angegriffen worden. Bei den Transsexuellen gaben sogar 28 Prozent an, in den letzten zwölf Monaten mehr als drei Mal angegriffen oder bedroht worden zu sein.

Einige erklärten, die Situation verschlechtere sich selbst in traditionell toleranten Ländern. „Die Situation ist heute schlimmer als sie es etwa vor vier Jahren war“, sagte etwa ein Belgier. In den Niederlanden, die 2001 als erster Staat der Welt die Homoehe legalisiert hatten, fühlten sich 20 Prozent der Befragten in Sportclubs, Krankenhäusern, bei der Wohnungssuche, beim Umgang mit Banken oder beim Ausgehen am Abend diskriminiert. Viele wagten es im Fall von Angriffen nicht, zur Polizei zu gehen.

Drei Viertel der schwulen Männer gaben an, es nicht zu wagen, ihre Homosexualität öffentlich zu zeigen. Der FRA-Bericht wies darauf hin, dass die Diskriminierung oft in der Schule beginne, so dass viele sich erst spät überhaupt zu ihrer sexuellen Orientierung bekennen. „Die Mitgliedsstaaten müssen dafür sorgen, dass sich LSBT-Schüler in der Schule sicher fühlen, da dies der Ort ist, wo die negativen Erfahrungen, die sozialen Vorurteile und die Ausgrenzung der LSBT oft beginnen“, hieß es in dem Bericht. (afp)

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