27.08.2016
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Filmlegende: Bardot macht einen auf Depardieu

Brigitte Bardot

Frankreichs Filmlegende Brigitte Bardot.

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AFP

Paris -

Die französische Filmlegende Brigitte Bardot droht damit, sich wie ihr Kollege Gerard Depardieu um einen russischen Pass zu bemühen. Anders als der Obelix-Darsteller erwägt sie aber nicht aus steuerlichen Gründen ihrer Heimat den Rücken zu kehren. Die leidenschaftliche wie umstrittene Tierschützerin will damit vielmehr gegen die drohende Einschläferung von zwei vermutlich an Tuberkulose erkrankten Zirkuselefanten in Lyon protestieren. „Wenn diejenigen an der Macht feige und schamlos genug sind, die Elefanten zu töten, dann habe ich beschlossen, die russische Staatsbürgerschaft zu beantragen, um aus diesem Land herauszukommen, das zu nichts anderem geworden ist als einem Tierfriedhof“, erklärte die 78-Jährige am Freitag.

Erheblicher Wirbel

Depardieu hat in Frankreich für erheblichen Wirbel gesorgt, nachdem er am Donnerstag von Russlands Präsident Wladimir Putin die russische Staatsbürgerschaft verliehen bekam. Der Schauspieler will damit der von Frankreichs Präsident Francois Hollande angestrebten Reichensteuer entgehen. Bardot will dagegen verhindern, dass die beiden Elefanten wie von einem Gericht in Lyon am Freitag angeordnet vorsorglich eingeschläfert werden. Die positiv auf Tuberkulose getesteten Dickhäuter mit den Namen „Baby“ und „Nepal“ gehören einem Wanderzirkus, werden aber mittlerweile in einem Zoo gehalten. Die Zirkusinhaber haben angekündigt, gegen das Gerichtsurteil Berufung einzulegen, um die Tiere zu retten.

Bardot wurde in den 1950er Jahren zur Berühmtheit mit Filmen wie „... und immer lockt das Weib“. Anfang der 70er Jahre beendete sie ihre Filmkarriere und konzentrierte sich zunehmend auf die Arbeit mit ihrer Tierschutzorganisation. Mehrfach übte sie scharfe Kritik am islamischen Opferfest, bei dem rituell Schafe geschlachtet werden. Sie zog über Muslime, Homosexuelle und Arbeitslose her. Wiederholt wurde sie wegen ihrer Äußerungen gerichtlich verurteilt. (rtr)