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Klatsch-Kolumne: Stars ganz normal

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Die Windmaschine sorgt für die perfekt-zerzauste Frisur, der Personal Trainer für die straffen Schenkel. Ein US-Künstler macht Schluss mit der Idylle und zeigt Beyoncé & Co. als Normalos. Foto: AP/dpa
Sie sind perfekt, sie sind schön, niemals hängen ihre Haare. Ein US-Künstler macht jetzt Schluss mit der Glitzer-Strahle-Welt und zeigt Johnny Depp und Beyoncé als Durchschnittsmenschen. So, wie sie ohne Photoshop und Personal Trainer aussehen würden.  Von
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Jennifer Anistons Augen sind müde, ihr glanzloses Haar steckt in einem unordentlichen Zopf. Ihre fade Haut passt zu ihrem Doppelkinn und den unvorteilhaften Klamotten. Ähnlich geht es Johnny Depp. Der hat einige Kilos zu viel auf den Hüften, was sich in seinem aufgequollenen Gesicht widerspiegelt. Dazu sein Vokuhila. Er sieht er aus wie der Anführer einer Lkw-Clique. Oder wie der beste Freund von Tom Cruise. Der guckt dümmlich grinsend unter seiner Trucker-Mütze hervor. Auf seinem T-Shirt bildet sich langsam ein Schweißrand, seine Zähne sind gelblich verfärbt und sein Gesicht aufgeblasen.

Pickel, Haarausfall und Übergewicht

So sieht Danny Evans die Hollywood-Prominenz. Der amerikanische Künstler hat den Stars ein Celebrity-Make-Under verpasst. Die Idee: Wie sehen unsere Superstars eigentlich ohne Bildbearbeitungsprogramme, Personal Trainer und Make-Up-Artist aus? Ohne Schönheits-OPs und vier Stunden Sport täglich? Er zaubert den Stars Mischhaut, Pickel, dünnes Haar und ein paar Extra-Kilos und macht sie damit zu Normalsterblichen.

Ohne Glanz und Glamour sehen Jay-Z und Beyoncé erstaunlich sympathisch aus. Vorstadt-Eltern mit Pullunder und Föhnfrisur statt Bling-Bling-Ohringen und Diamanten-Bikinis. Schon fühle ich mich nicht mehr ganz so klein neben den sonst so perfekten Astralkörpern. Wer singen kann wie Beyoncé, der sollte schon aus Fairnessgründen eine Knollennase habe.

Die Mischung aus guten Genen und einer Portion Talent ist das eine. Der persönliche Fashion-Krisenstab und ein Photoshop-Profi machen die Hollywood Sternchen dann aber zu Menschen aus einer anderen Sphäre. Weit weg von uns und unseren alltäglichen Mode-Desastern. Wenn mir jemand die Frisur verschneidet, trage ich die nächsten drei Monate einen Zopf. Rihanna bekommt kurzerhand Haar-Extensions für schlappe 1000 Dollar. Völlig realitätsfern meint Evans. Hollywood Stars sind Photoshop-Produkte. Geföhnt, gestylt und geschminkt. Und das zu jeder Tages- und Nachtzeit. Ihr Aussehen ist ihr Kapital.

Wäre meine Bestimmung Hollywood-Star, dann sähe ich jetzt sicherlich auch umwerfend aus. Aber das ist schon okay. Danny Evans hat mir gezeigt:  Wenn Brad Pitt kein Make-Over bekommen hätte, würde ich mich auf der Straße auch nicht nach ihm umdrehen.

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