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Oklahoma: Aufräumarbeiten nach dem Sturm

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Nach dem verheerendem Tornado laufen die Aufräumarbeiten.  Foto: AP/dpa
Nach dem verheerenden Tornado im US-Bundesstaat Oklahoma mit mindestens 91 Toten laufen die Aufräumarbeiten. Laut Meteorologen erreichte der Sturm in Oklahoma City Vorstadt Moore die höchste Stufe der in den USA angewendeten Skala.
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Washington

Verwüstete Straßenzüge, lose baumelnde Stromleitungen und Schuttberge so weit das Auge reicht: Inmitten einer regelrechten Mondlandschaft sind am Mittwoch die Aufräumarbeiten nach dem verheerenden Tornado im US-Bundesstaat Oklahoma fortgesetzt worden. Zwar wurden nach Behördenangaben inzwischen fast alle der knapp 50 Vermissten gefunden, doch noch immer waren tausende Menschen ohne Strom. Wegen der heiklen Sicherheitslage gestalteten sich die Bergungsarbeiten teils schwierig.

Der Tornado war am Montag (Ortszeit) wie ein gigantischer Rasenmäher über Oklahoma Citys 55.000-Einwohner-Vorstadt Moore hinweggefegt und hatte eine 27 Kilometer lange Schneise der Verwüstung hinterlassen. Binnen 45 Minuten wurden ganze Wohnblöcke und zwei Schulen dem Erdboden gleichgemacht, Autos flogen wie Spielzeug durch die Luft. Nach Behördenangaben vom Dienstag kamen mindestens 24 Menschen ums Leben, darunter neun Kinder. Mehr als 230 Menschen wurden verletzt und über hundert Verschüttete lebend aus den Trümmern geborgen.

„Ich habe das betroffene Gebiet heute morgen abgelaufen“, sagte der schockierte Bürgermeister von Oklahoma City, Mick Cornett. „So wie es hier aussieht, hätte das eigentlich niemand überleben dürfen. Das war wirklich die Mutter aller Stürme.“ Tatsächlich erreichte der Tornado laut Meteorologen Windgeschwindigkeiten von mehr als 320 Stundenkilometern und damit die höchste Stufe der in den USA angewendeten Skala. Fernsehsender zeigten eine riesige schwarze Sturmsäule, die alles mitriss, was auf ihrem Weg lag.

Freiwillige Helfer unterstützten die Anwohner bei der Suche nach wichtigen Dokumenten wie Reisepässen, Steuererklärungen und persönlichen Gegenständen. Curtis Carver aus Moore, der als US-Soldat im Irak diente, fühlte sich angesichts der gewaltigen Schäden „wie in einem Kriegsgebiet“. „Das hier war mein Heim, das Heim meiner Kinder“, sagte der Veteran mit Blick auf die Trümmer seines Hauses. „Jetzt ist es weg, und außer einem Haufen Bretter ist nichts geblieben.“

Wie Carver mussten sich viele Anwohner an Kontrollposten ausweisen, einige durften sich wegen der Sicherheitsrisiken ihren früheren Häusern nicht nähern: Starke Regenfälle behinderten die Bergungsarbeiten, auf den nassen Straßen lagen ungesicherte Stromkabel. „Es gibt eine Menge Sicherheitsprobleme“, warnte der örtliche Polizeichef Jerry Sillings. Zudem waren bis zum späten Dienstagabend (Ortszeit) noch immer knapp 20.000 Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten.

US-Präsident Barack Obama versprach den Betroffenen jede erdenkbare Hilfe und richtete den Blick gleich wieder in die Zukunft. „Wo einst Wohnzimmer und Schlafräume waren, herrscht jetzt gähnende Leere“, sagte er. „Schon bald werden wir diese Leere wieder mit Liebe, Lachen und gemeinschaftlichem Zusammenhalt füllen.“

Oklahoma City liegt innerhalb der sogenannten Tornado-Passage im Mittleren Westen der USA, Wirbelstürme sind in den weiten Ebenen der Gegend häufig. Wegen des harten Erdbodens verfügen zudem nur wenige Wohnhäuser über Keller oder Schutzbunker für Stürme. Die rund drei Kilometer breite Windhose vom Montag folgte ungefähr derselben Route, die 1999 ein Tornado genommen hatte. Damals waren 44 Menschen getötet und hunderte weitere verletzt worden. (afp)

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