Der frühere italienische Ministerpräsident und Milliardär Silvio Berlusconi muss seiner Exfrau einem Zeitungsbericht zufolge drei Millionen Euro pro Monat an Unterhalt zahlen. Im Gegenzug behalte Berlusconi die gemeinsamen Immobilien, berichtete der „Corriere della Sera“ am Freitag.
Ursprünglich hatte Italiens Ex-First Lady knapp 3,6 Millionen Euro monatlich verlangt, der dreimalige Premier bot 300.000. „Es zeigt sich erneut, dass Gerechtigkeit sehr teuer ist - zu teuer für Berlusconi“, sagte dessen langjähriger Freund Emilio Fede mit Blick auch auf die weiteren Gerichtsprozesse gegen ihn.
Fast 18 Jahre lang galt Silvio Berlusconi als das Enfant terrible unter den europäischen Spitzenpolitikern. Neben seinen zahlreichen Justiz- und Sexskandalen ist er international vor allem für seine teilweise bizarren Äußerungen auf dem diplomatischen Parkett bekannt. Hier ein Überblick:
Die Zeitung bezog sich auf Gerichtsdokumente zur Scheidungsvereinbarung, die am ersten Weihnachtstag in Mailand eingereicht worden seien.
Berlusconis zweite Ehefrau Veronica Lario hatte 2009 die Trennung angekündigt. Zur Begründung nannte sie seine Schwäche für jüngere Frauen und Berlusconis Anwesenheit bei der Geburtstagsfeier einer 18-Jährigen in Neapel. Berlusconi war vor der Beziehung mit Lario schon einmal verheiratet.
Karima Keyek, genannt Ruby, hat den jüngsten Prostitutionsskandal um Silvio Berlusconi ausgelöst. (Bild: afp)
Das Paar hatte sich 1980 kennengelernt, nachdem Berlusconi Lario auf der Bühne eines Mailänder Theaters gesehen hatte.
Die beiden heirateten 1990 und haben drei erwachsene Kinder. Berlusconi hat zwei weitere Kinder aus seiner ersten Ehe. Mitte Dezember gab der 76-jährige Berlusconi bekannt, er habe sich mit der fast 50 Jahre jüngeren Francesca Pascale verlobt. Es wird vermutet, dass Berlusconi mit der neuen Frau an seiner Seite die Umfragewerte für sein politisches Comeback aufpolieren möchte. (dapd, dpa)
Dem 76 Jahre alten ehemaligen Regierungschef Silvio Berlusconi könnte eine Haftstrafe bevorstehen. Schon in der Vergangenheit musste er sich wegen verschiedener Delikte vor Gericht verantworten. Vor allem feuchtfröhliche „Bunga-Bunga“-Nächte und der „Ruby-Prozess“ beschäftigen seit Monaten die Medien:


