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Silvester-Bilanz: Mann stirbt nach Messerattacke

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Symbolbild Foto: Danny Elskamp - Fotolia
Tödliches Ende einer Silvesterfeier: In Bickendorf wurde ein Mann von zwei Jugendlichen auf der Straße niedergestochen. Nun erlag der 39-Jährige seinen schweren Verletzungen. Insgesamt mussten Polizei und Feuerwehr 720 Einsätze bewältigen.
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Köln

Tödliches Ende einer Silvesterfeier: Ein 39-jähriger Mann ist in Bickendorf auf offener Straße niedergestochen worden und am Neujahrstag gestorben. Zunächst hieß es, sein Zustand habe sich stabilisiert.

Nach ersten Erkenntnissen ist der Mann gegen 0.45 Uhr auf dem Ossendorfer Weg mit einigen Jugendlichen in Streit geraten. Es kam zu Handgreiflichkeiten, einer der Jugendlichen zog ein Messer und fügte dem Mann die tödlichen Verletzungen zu. Als der 39-Jährige zu Boden sackte, flüchteten die Täter. Zeugen alarmierten die Polizei. Noch während Polizeibeamte den Tatort sicherten und der Schwerverletzte ins Krankenhaus gebracht wurde, kamen zwei Jugendliche zurück und stellten sich. Sie sind 16 und 17 Jahre alt. Die Beamten nahmen sie fest.

Eine Mordkommission hat die Ermittlungen zum Hergang und den Hintergründen der Tat aufgenommen. Mit ersten Ergebnissen ist laut einem Polizeisprecher nicht vor dem heutigen Mittwoch zu rechnen.

Feiernde fallen ins Hafenbecken

Feuerwehr und Rettungsdienste waren am 31. Dezember und in der Silvesternacht stark gefordert. Innerhalb von 24 Stunden gab es 146 Feuerwehreinsätze (2011 waren es 93) und 574 Rettungsdiensteinsätze (585). Allein in der Stunde nach Mitternacht musste die Feuerwehr 48 Mal ausrücken. In vielen Fällen hatten Feuerwerkskörper Balkonmöbel in Brand gesetzt. Kurz nach Mitternacht stürzten zwei Feiernde in den Rheinauhafen. Sie konnten sich selbst retten und blieben unverletzt. In drei Fällen mussten Personen aus stecken gebliebenen Aufzügen befreit werden.

Aus polizeilicher Sicht verlief die Nacht ruhiger als im Vorjahr. Die Beamten wurden zu 67 Ruhestörungen gerufen, nahmen 89 Körperverletzungen und 48 Sachbeschädigungen auf. Nach Einschätzung der Polizei feierten weniger Menschen als in den Vorjahren auf den Brücken. Die Hohenzollernbrücke musste allerdings zwischen Mitternacht und 1.15 Uhr gesperrt werden, weil viele auf den Gleisen feierten. Das hatte erhebliche Auswirkungen auf den Bahnverkehr.

Insgesamt haben Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste in Nordrhein-Westfalen einen arbeitsreichen Jahreswechsel erlebt. Zwar sei die Zahl der Einsätze in etwa auf dem Niveau des Vorjahres geblieben, teilte die Landesleitstelle der Polizei am Dienstag mit. Allerdings gab es auch einen tragischen Unfall in Recklinghausen mit einer Toten und einer lebensgefährlich Verletzten.

So registrierte die Landesleitstelle der Polizei zwischen Montagabend (18.00 Uhr) und Dienstagmorgen (6.00 Uhr) insgesamt 916 Körperverletzungsdelikte und 409 Sachbeschädigungen. Die Beamten mussten in 74 Fällen häuslicher Gewalt einschreiten und waren bei 504 Bränden im Einsatz.

Ein schwerer Unfall ereignete sich kurz nach Mitternacht in Recklinghausen. Dort hatte ein 19-jähriger Autofahrer eine 21 Jahre alte Frau und eine 14-Jährige mit seinem Pkw erfasst. Beide Opfer wurden lebensgefährlich verletzt und kamen in ein Krankenhaus. Die 21-Jährige erlag dort ihren Verletzungen. Der 19-Jährige flüchtete zunächst mit seinem Pkw vom Unfallort, stellte sich aber später der Polizei.

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Laut Polizei hatten die beiden jungen Frauen auf der Straße Silvester gefeiert. Weitere Einzelheiten zum Unfallhergang wurden zunächst nicht bekanntgegeben. Die Polizei stellte den Führerschein des 19-Jährigen sowie seinen Pkw sicher. Der junge Mann sollte noch im Laufe des Dienstags dem Haftrichter vorgeführt werden.

Schwerer Unfall in Herten

Zu einem weiteren schweren Unfall kam es in Herten. Dort erfasste kurz nach Mitternacht ein 29-Jähriger mit seinem Wagen zwei junge Frauen, die sich auf der Straße aufhielten. Die 17 und 18 Jahre alten Opfer erlitten lebensgefährliche Verletzungen und wurden in Krankenhäuser gebracht. Dort stabilisierte sich der Zustand der 18-jährigen, ihre 17-jährige Begleiterin schwebte weiter in Lebensgefahr. Der Pkw-Fahrer musste mit einem Schock ebenfalls in einem Krankenhaus behandelt werden. Seinen Pkw stellten die Beamten sicher. Hinweise, dass der Fahrer angetrunken war, gab es zunächst nicht. (hsr, dpa)

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