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Skandal in den USA: CNN zeigt Mitleid mit Vergewaltigern

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Sorgt für Empörung: CNN-Reporterin Poppy Harlow Foto: youtube
Nach dem Schuldspruch für zwei jugendliche Vergewaltiger äußert CNN-Reporterin Poppy Harlow ihr Mitgefühl. Das Opfer findet in dem Beitrag keine Beachtung, selbst ein Rechtsexperte schildert bloß Folgen für die „Footballstars".  Von
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Steubenville/Ohio

Ein unglaublicher Skandal um den TV-Sender CNN sorgt in den USA für Aufsehen. In einem Beitrag des Nachrichtensenders berichtet Reporterin Poppy Harlow von einem Vergewaltigungsprozess in Steubenville/Ohio. Statt die verurteilten Täter für ihr grausames Handeln zu geißeln, äußerte die 30-Jährige tiefes Mitgefühl für die Angeklagten, die eine 16-Jährige betäubt und mehrfach vergewaltigt hatten - und die Tat sogar fotografierten. Bilder des von Ma’lik R. (16) und Trent M. (17) vergewaltigten Mädchens tauchten später im Internet auf.

„Gute Schüler und Footballstars"

In ihrem Beitrag spielten all diese Grausamkeiten keine Rolle - ebenso wie das Leid der 16-Jährigen und die Auswirkungen auf ihr weiteres Leben. Tief berührt schilderte Harlow stattdessen die schlimmen Folgen des Urteils für die Teenager, die ja "sehr gute College-Schüler und Footballstars" gewesen seien. Sie hätte niemals so etwas erlebt wie die „unglaublich emotionale und unglaublich schwierige" Urteilsverkündung: Zwei junge Männer „mit toller Zukunft, die realisieren, wie ihr Leben nun entzwei breche" und die nach der Verkündung des Schuldspruchs „beinahe kollabiert" wären.

Auch das Strafmaß - Ma’lik R. wird spätestens mit 21, Trent M. mit 24 Jahren freikommen - löste bei Harlow keinen Sinneswandel und ein Erkennen der Schuld der beiden aus. Stattdessen philosophierte sie über die "große Menge Alkohol", die ja im Spiel gewesen sei und rechtfertigte die Tat des Duos somit sogar noch.

Experte spricht von „Tragödie"

Doch damit nicht genug. CNN befragte anschließend noch den Rechts-Experten Paul Callan, der sogar von einer „Tragödie" sprach. Das Leben der beiden sei „zerstört", sie seien für den Rest ihres Lebens als „Sex-Täter" gebrandmarkt, das könnten die Menschen nun überall im Internet nachlesen.

Auch in Callans Analyse fand das Schicksal des Opfers keinen Platz.

Im Internet sorgt der Videoclip, der auf der Plattform Youtube abrufbar ist, für Entrüstung. Trotz des Protestes von Hunderttausenden hat sich CNN bislang nicht öffentlich zu dem Beitrag geäußert.

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