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Tote Volleyballerin: Vissers Freund wurde gefoltert

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Ingrid Visser und Lodewijk Severein Foto: dpa
Neue Details im Mordfall Ingrid Visser: Offenbar ist der Freund der niederländischen Volleyballspielerin vor seinem Tod gefoltert worden. Eine heiße Spur führt zum Verein, für den Visser gespielt hat. Ein Ex-Funktionär des Klubs wurde festgenommen.
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Murcia

Die Ermittlungen zum Tod der ehemaligen niederländischen Volleyball-Nationalspielerin Ingrid Visser und ihres Lebensgefährten Lodewijk Severein in der spanischen Provinz Murcia haben am Dienstag grausame Details hervorgebracht. Laut Informationen der spanischen Regionalzeitung „La Verdad“ soll Severein schwer gefoltert worden sein, beide Leichen seien zerstückelt in dem Zitronenhain in Alquerias in der Nähe von Murcia aufgefunden worden.

Das Motiv für den brutalen Doppelmord ist offenbar finanzieller Natur. Das gab die spanische Polizei auf einer Pressekonferenz bekannt. Diese hatte im Zusammenhang mit der Tat in Valencia einen Spanier und zwei Rumänen festgenommen. Dies teilte das Innenministerium mit. Das Trio soll Verbindungen zur organisierten Kriminalität und zum Drogenhandel haben.

Mordmotiv war Geld

Bei dem Spanier handelt es sich laut der Zeitung „El Pais“ um den ehemaligen Volleyballmanager und Sportdirektor von CAV Murcia 2005, Juan Cuenca Lorente. Visser und Severein sollen sich demnach zu Geschäftsverhandlungen mit ihren mutmaßlichen Mördern in einer Wohnung in Molina de Segura getroffen haben. Das Ermittlerteam um Cyril Duran geht davon aus, dass „Meinungsverschiedenheiten“ in finanziellen Angelegenheiten zum Tod des Paares geführt haben.

Einzelheiten über die Art der Geschäfte sind nicht bekannt. Die niederländische Rekordnationalspielerin Visser, Europameisterin von 2005, spielte von 2009 bis 2011 für Murcia. Der 36 Jahre alte Cuenca Lorente war auch für die Klubfinanzen zuständig. Niederländische Zeitungen hatten in der vergangenen Woche berichtet, dass Visser vermutlich noch Honoraransprüche an CAV Murcia hatte.

„El Pais“ berichtet, dass der Verein durch die Finanzkrise in Spanien zahlungsunfähig geworden sei. Mehrere Spielerinnen hätten ihr Gehalt noch nicht bekommen. Die Polizei erklärte, dass nicht klar sei, ob der Doppelmord in diesem Zusammenhang stehe. Hauptsponsor von CAV Murcia war Evedasto Lifante, ein lokaler Immobilienunternehmer.

Manager hinterließ schweren Schaden

Cuenca Lorente hatte den Klub 2011 verlassen. „Er hat sämtliche Geschäftsunterlagen sowie den Computer mitgenommen“, sagte Lifante dem Blatt La Verdad. „Er hat uns mit nichts zurückgelassen und dem Klub großen Schaden zugefügt“, so Lifante weiter. Auch Severein unterhielt Geschäftsbeziehungen in der Region. Der ehemalige Volleyballspieler und -trainer war von 2006 bis 2009 Manager der niederländischen Volleyballerinnen.

Die ehemalige Oranje-Spielführerin Ingrid Visser war mit ihrem Lebensgefährten vor rund zwei Wochen nach Murcia geflogen, um dort eine Fruchtbarkeitsklinik aufzusuchen. Nachdem das Paar Absprachen nicht nachkam und auch telefonisch nicht erreichbar war, hatte die Familie die Polizei eingeschaltet und auch in Spanien eine Suchaktion gestartet.

In der vergangenen Woche hatte die Polizei das Mietauto des Paares ordentlich geparkt in einer Hauptstraße von Murcia gefunden. Überwachungskameras zeigten, dass Visser und Severein es selbst dort abgestellt hatten. (sid)

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