25.08.2016
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Unfall: Geisterfahrt wegen falscher Beschilderung?

Geisterfahrt

Die Autobahnauffahrt in Gelsenkirchen, auf der die Geisterfahrt eines 70-Jährigen begonnen hat, war möglicherweise nicht richtig beschildert.

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dpa

Münster -

Die Autobahnauffahrt in Gelsenkirchen, auf der am Sonntag die Geisterfahrt eines 70-Jährigen mit tödlichem Ausgang begonnen hat, war möglicherweise nicht richtig beschildert. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Ob das zu dem Unfall beigetragen habe, sei aber völlig offen.

Der 70-Jährige war in Gelsenkirchen-Hassel in falscher Richtung auf die A 52 gefahren. Kurz darauf prallte er mit einem anderen Auto zusammen, die 58-jährige Fahrerin und ihr ein Jahr älterer Mann starben, ihr Sohn wurde wie auch der Geisterfahrer selbst schwer verletzt.

Zwei Schilder fehlten

Nach ersten Ermittlungen habe die Auffahrt in Richtung Essen nicht den Richtlinien entsprochen, berichtete die Polizei. Zwei Schilder fehlten zum Unfallzeitpunkt: Verbot der Einfahrt (rotes Schild mit weißem Querbalken) und Rechts vorbeifahren (weißer Pfeil auf blauem Grund). Polizei und Staatsanwaltschaft wiesen ausdrücklich darauf hin, dass noch nicht geklärt sei, ob die fehlenden Schilder Grund für Geisterfahrt des 70-jährigen Mannes sein könnten.

„Wir konnten den Mann bisher im Krankenhaus zu dieser neuen Erkenntnis nicht befragen“, sagte Staatsanwalt Marcus Schütz auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dpa. „Warum die Beschilderung nicht korrekt war, müssen jetzt die weiteren Ermittlungen ergeben“, sagte Schütz weiter.

Den Gesundheitszustand des 70-Jährigen und des bei dem Unfall schwer verletzten Sohnes des getöteten Ehepaares bezeichnet die Polizei in einer Mitteilung als stabil. Eine erste Befragung des 70-Jährigen im Krankenhaus zu seiner Fahrt in die falsche Richtung brachte der Polizei keine neuen Hinweise. (dpa)