28.08.2016
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Unglück: 100 Meter vom Ballon in den Tod gestürzt

Tirol

Ein Hubschrauber bei der Bergung des verunglückten Mannes.

Foto:

dpa

Wien/Oberndorf -

Vor den Augen einer deutschen Urlauberfamilie ist in Österreich ein Mann von einem Heißluftballon 100 Meter tief in den Tod gestürzt. Der Tiroler begleitete am Donnerstag mit einer Pilotin die fünfköpfige Familie aus Deutschland bei ihrem Ballon-Ausflug. Beim Aussteigen der Fahrgäste in Oberndorf im Tiroler Bezirk Kitzbühel kam es zu dem dramatischen Unfall: Der 66-Jährige versuchte, den Ballon am Boden zu halten. Dabei wurde er plötzlich 100 Meter mit dem Gefährt in die Höhe gezogen. Anfangs hielt er sich noch an einem Seil fest, dann verließen ihn die Kräfte. Er stürzte ab und starb noch am Unglücksort, wie die Polizei mitteilte.

Die Ballonfahrerin und ein Mitglied der Urlauberfamilie, die sich beide noch im Korb befanden, hatten es nicht geschafft, den Mann an Bord zu ziehen. Sie landeten später unverletzt. Der Besitzer des betroffenen Ballonunternehmens war im dpa-Gespräch schockiert über den Vorfall: „So etwas ist bei uns noch nie passiert.“ Der Verunglückte sei äußerst erfahren gewesen. Der 66-Jährige habe vermutlich die Passagiere vor einem erneuten Aufstieg wegen einer Windböe bewahren wollen und habe deshalb das Seil nicht losgelassen.

Nach dem Unglück gab die Polizei zunächst keine genauen Angaben zu Identität und Herkunft der Urlauber bekannt. Die Familie stehe unter Schock und sei vor Ort psychologisch betreut worden. Ins Krankenhaus sei niemand eingeliefert worden. Die Deutschen hätten sich wieder in ihre Unterkunft zurückgezogen. (dpa)