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Vor Alaska: Bohrinsel weist Schäden auf

Die „Kulluk“ strandete vor der Küste Alaskas. Foto: AFP
Auch Tage nach dem Unglück liegt eine vor Alaska gestrandete Bohrinsel weiter auf Grund - umgeben von peitschendem Wind und hohen Wellen. Nun entdeckten Experten erste Schäden an Elektronik und Ausrüstung.
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New York. 

Eine vor der Küste Alaskas auf Grund gelaufene Bohrinsel des Ölkonzerns Shell hat ersten Untersuchungen zufolge leichte Schäden erlitten. Die Elektronik und die äußere Ausrüstung der Plattform „Kulluk“ seien nicht mehr völlig intakt, berichteten US-Medien am Freitag unter Berufung auf die Küstenwache. Es gebe allerdings weiter keine Berichte über ausgelaufenes Öl. Rund 600 Menschen arbeiteten derzeit daran, die „Kulluk“ in Sicherheit zu bringen. Wann und wie die Bohrinsel abtransportiert werden könne, sei aber noch unklar, sagte ein Sprecher der Küstenwache.

Die „Kulluk“, die rund 570 000 Liter Diesel, Öl und Treibstoff an Bord hat, hatte sich Anfang der Woche bei stürmischer See von einem Schlepper losgerissen und war auf der Insel Sitkalidak an der Südküste Alaskas gestrandet. Alle 18 Arbeiter konnten in Sicherheit gebracht werden. Die Bohrinsel war auf dem Weg zu Wartungsarbeiten in Seattle gewesen, als das Unglück passierte.

In dem Archipel, wo die „Kulluk“ strandete, leben unter anderem Bären, zahlreiche Vogel-Arten und eine vom Aussterben bedrohte Seelöwen-Art. Umweltschützer warnen nun vor einer drohenden Ölpest. Die Unglücksstelle der „Kulluk“ liegt nur wenige hundert Kilometer westlich vom Prinz-William-Sund, wo am 24. März 1989 das Schiff „Exxon Valdez“ auf ein Riff gelaufen war und rund 40 000 Tonnen Rohöl verloren hatte. Küstengewässer und Küste wurden verseucht. Hunderttausende Tiere verendeten. Das Unglück gilt als eine der schlimmsten Ölkatastrophen weltweit. (dpa)

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