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„Pille danach“: Lob für Meisners Kehrtwende

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Der Kölner Erzbischof, Kardinal Joachim Meisner. Foto: dpa
Die Kehrtwende des Kölner Erzbischofs, Kardinal Joachim Meisner, bei der Vergabe der „Pille danach“ ist auf ein positives Echo gestoßen. Die NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens sprach von einem wichtigen Signal.
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Köln/Düsseldorf

Politiker und Kirchenvertreter haben die Kehrtwende des Kölner Erzbischofs, Kardinal Joachim Meisner, bei der Vergabe der „Pille danach“ begrüßt. Nach einer langen Zeit der Ablehnung hatte Meisner am Donnerstag erklärt, er halte die Verschreibung bestimmter Präparate   nun für „ethisch vertretbar“.

Die NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) sprach von einem „wichtigen Signal zur Sicherstellung einer umfassenden Versorgung von Frauen in Not in Krankenhäusern katholischer Trägerschaft“. Der Kardinal  beende die in den vergangenen Wochen im Erzbistum Köln aufgetretene Verunsicherung, ob für Frauen nach einer Vergewaltigung eine angemessene Versorgung in katholischen Krankenhäusern gewährleistet sei.

Unsicherheiten ausgeräumt

Der Katholische Krankenhausverband geht davon aus, dass mit der Erklärung die Unsicherheiten in katholischen Kliniken ausgeräumt seien. Der Landesverband der katholischen Schwangerenberatung Donum Vitae betrachtet sie „als ein Signal für Frauen, die in einer extremen Not- und Belastungssituation einen Ausweg suchen“.

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Der Debatte um die „Pille danach“ hatte sich an der Weigerung von zwei katholischen Kliniken in Köln entzündet, eine vergewaltigte Frau zu untersuchen. Die Frau war abgewiesen worden, weil die Ärzte befürchteten, gegen die Richtlinien der katholischen Kirche zu verstoßen, wenn sie bei der Untersuchung auf die „Pille danach“ hinwiesen. Der Fall hatte heftige Kritik an der Haltung Meisners ausgelöst. Mit seiner Erklärung berücksichtige Meisner neue wissenschaftliche Erkenntnisse, erläuterte die Pressestelle des Erzbistums. (ksta, dpa)

 

 

 

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