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Abtreibungsgegnerin: Spitzel schwärzen Ärzte an

Das Eingangsportal des St. Vinzenz-Hospital in Köln. Foto: dpa
Spitzel auf dem Krankenhausgelände: Eine Abtreibungsgegnerin hat sich in einer Notfallpraxis auf dem Gelände des St.-Vinzenz-Hospitals als Patientin ausgegeben und nach angeblichem ungeschütztem Sex die „Pille danach“ verlangt und bekommen.  Von
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Köln. 

Angst vor arglistiger Täuschung soll die katholische Krankenhaus-Stiftung der Cellitinnen mitbewogen haben, ihre Richtlinien für die Behandlung von Frauen mit Verdacht auf ungewollte Schwangerschaft neu zu fassen. Cellitinnen-Sprecher Christoph Leiden bestätigte, dass im Kölner St. Vinzenz-Hospital eine „Testerin“ in die von der Klinik unabhängige, aber auf dem Gelände gelegene Notfallpraxis kam, nach angeblichem ungeschütztem Sex die „Pille danach“ verlangte und diese auch bekam. Dies sei dem Erzbistum Köln gemeldet worden.

Dort ist der Vorgang bekannt, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ aus hohen Kirchenkreisen erfuhr. Eine Bistumssprecherin verurteilte solche Vortäuschungen einer Notlage, um Kliniken anzuschwärzen. „Das geht gar nicht. Denunziation hat bei uns keinen Platz.“ Die Frage, ob Joachim Kardinal Meisner mit dem Vorgang vertraut sei, konnte die Sprecherin am Freitag nicht beantworten. In jedem Fall, so verlautete aus Kirchenkreisen weiter, habe sich die Cellitinnen-Stiftung unter Druck gesehen und darum ihrem Personal das Verbot der „Pille danach“ eingeschärft. Leiden wollte das nicht bestätigen. Auch er sprach mit Blick auf Schein-Patientinnen aber von einem „unbegreiflichen Vorgehen extremer Gruppen“, die von sich behaupten, katholisch zu sein.
Inzwischen werden Vorwürfe gegen eine weitere Klinik in Trägerschaft der „Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria“ laut. So unterblieb nach KStA-Informationen im Ehrenfelder St. Franziskus-Hospital die Behandlung einer Frau mit Verdacht auf Vergewaltigung. In dieser Woche berichtete der „Kölner Stadt-Anzeiger“, dass zwei Kliniken der Cellitinnen eine vergewaltigte Frau abgewiesen hatten, weil deren Behandlung auch Aufklärung über die „Pille danach“ beinhaltet hätte.

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