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ARD-Reporter: Armbruster zurück in Deutschland

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Der TV-Journalist und ARD-Auslandskorrespondent Jörg Armbruster Foto: dpa
Der Bürgerkrieg in Syrien wird für Journalisten immer gefährlicher: Der langjährige ARD-Fernsehkorrespondent Jörg Armbruster wurde angeschossen und schwer verletzt. Am Montagnachmittag kam er nach Deutschland zurück.  Von
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Stuttgart

Syriens Bürgerkrieg wird auch für Journalisten immer gefährlicher. In Aleppo wurde ARD-Korrespondent Jörg Armbruster durch Schüsse schwer verletzt. Er ist am Montag von der Türkei nach Stuttgart geflogen worden. Nach Angaben der ARD war er am Freitagvormittag mit seinem Auto in Aleppo in ein Feuergefecht geraten. Sein Zustand ist nach zwei Notoperationen – zunächst in einem syrischen, anschließend in einem türkischen Krankenhaus – stabil. Der mit Armbruster reisende ARD-Hörfunkkorrespondent Martin Durm blieb unverletzt.

Auch ein ZDF-Team unter der Leitung des Kairoer Korrespondenten Dietmar Ossenberg war nach Informationen dieser Zeitung Anfang letzter Woche bei Dreharbeiten in Damaskus in einen Granatenbeschuss geraten. Das bestätigte ein Sprecher des Mainzer Senders am Montag. Nach seinen Angaben wurde niemand verletzt, alle Mitarbeiter seien nach Ägypten zurückgekehrt.

Nach Angaben der ARD hielt sich Armbruster seit Anfang der Karwoche zusammen mit seinem Hörfunkkollegen Durm im Gebiet der „Freien Syrischen Armee“ in Nordsyrien auf, um eine Reportage über die Rebellen zu drehen. Der verletzte ARD-Reporter, der mehr als zehn Jahre in der arabischen Welt gearbeitet hat, gilt als sehr erfahren, besonnen und vorsichtig. Seit Beginn dieses Jahres offiziell im Ruhestand, arbeitete der 65-Jährige an einer großen Dokumentation mit dem Titel „Zwischen Krieg und Frieden – Der neue Nahe Osten“. Dort wollten Armbruster und der Israel-Korrespondent der ARD, Richard C. Schneider, ihre persönliche Sicht des Arabischen Frühlings schildern. Die Sendung war für Juni 2013 geplant.

Kopfgeld auf arabische Journalisten

Nicht nur in Syrien, in der gesamten arabischen Region ist die Arbeit für Auslandskorrespondenten seit den Umwälzungen des Arabischen Frühlings gefährlicher geworden. Die militärische Lage in Syrien ist inzwischen völlig unübersichtlich. Seit Beginn des Bürgerkriegs sind nach Angaben von „Reporter ohne Grenzen“ mehr als 20 Journalisten ums Leben gekommen. Im Februar 2012 starben in Homs die amerikanische Reporterin Marie Colvin und der französische Fotograf Remi Ochlik. In Aleppo wurden bisher mindestens drei ausländische Korrespondenten getötet, unter ihnen die japanische Journalistin Mika Yamamoto. Mindestens fünf Journalisten werden vermisst, befinden sich entweder in den Händen des Regimes oder radikaler Dschihadisten-Gruppen.

Am Wochenende lobte ein reicher Sympathisant von Präsident Assad ein Kopfgeld auf arabische Journalisten aus. Der in Kuwait lebende Geschäftsmann kündigte an, wer in Syrien einen Reporter der Sender Al-Jazeera oder Al-Arabiya festnehme, erhalte eine Belohnung von umgerechnet 100000 Euro. Den Korrespondenten warf der Unternehmer „Hetze“ und damit eine Mitverantwortung an dem Blutvergießen vor.
Gewachsen ist das Entführungsrisiko für westliche Journalisten auch im Irak und Jemen, wo Kommandos von Al Kaida aktiv sind. Die drei Vorreiter des Arabischen Frühlings – Tunesien, Ägypten und Libyen – werden von inneren Unruhen, wachsender Kriminalität, Straßengewalt und Wirtschaftsproblemen geplagt.

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