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Bochum : Opel will keine neuen Verhandlungen

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Die Bochumer Opel-Mitarbeiter haben den Sanierungsplan abgelehnt. Damit droht die Schließung des Werks schon Ende 2014.  Foto: dpa
Die Autoproduktion in Bochum könnte Ende 2014 auslaufen. Opel hat klar gemacht, dass es keine neue Verhandlungen mit den Beschäftigten geben wird. Am Donnerstag hatten die Opel-Mitarbeiter den Sanierungstarifvertrag abgelehnt.
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Bochum

Opel hat seine ablehnende Haltung gegenüber neuen Verhandlungen zur Zukunft des Werkes Bochum bekräftigt. Nach dem Veto der Belegschaft zum Sanierungsplan für den Standort würden bisherige Vereinbarungen „wie beschlossen“ gelten, sagte ein Opel-Sprecher am Freitag in Rüsselsheim und verwies auf die entsprechende Erklärung des Unternehmens vom Vortag. Bei einer Abstimmung am Donnerstag hatte die Bochumer Belegschaft gegen den Sanierungsplan des Unternehmens gestimmt, der harte Einschnitte vorsah - aber auch einen Zeitaufschub für das Aus der Autofertigung in Bochum.

Rund 76 Prozent der in der Gewerkschaft IG Metall organisierten Opel-Mitarbeiter sprachen sich am Donnerstag gegen eine Annahme des Sanierungstarifvertrages aus. Opel erklärte daraufhin, dass es wie angekündigt „keine weiteren Verhandlungen zum vorliegenden Tarifvertrag“ geben werde. In Bochum soll deswegen nun die Autoproduktion Ende 2014 auslaufen, ebenso der vereinbarte Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen.

Sanierungsplan wäre hart für Bochum geworden

Opel schreibt seit Jahren rote Zahlen. Die Konjunkturschwäche durch die Eurokrise - vor allem in südlichen Ländern - brachte dem Hersteller neue Schwierigkeiten. Die Verkaufszahlen brachen ein. Die US-Konzernmutter General Motors (GM) macht gleichzeitig Druck auf Opel, wieder profitabel zu werden und überschüssige Produktionskapazitäten abzubauen.

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IG Metall, Betriebsrat und Opel verständigten sich deswegen kürzlich auf einen Sanierungsplan für die deutschen Werke in den kommenden Jahren. Dieser sah eine Verlängerung des 2010 vereinbarten Verzichts auf betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2016 vor. Anders als für die anderen Standorte bedeutet der Sanierungsplan aber für das Werk Bochum massive Einschnitte. Zwar sollte die Autoproduktion dort bis Ende 2016 verlängert werden. Nach deren Aus aber wollte Opel in Bochum nur noch 1200 Menschen beschäftigen - von heute rund 3300.

Betriebsrat nicht „in Panik“

Der Bochumer Opel-Betriebsrat gab sich am Freitag unbeeindruckt von der Ankündigung Opels, nicht weiter verhandeln zu wollen und die Autoproduktion nun schon Ende 2014 auslaufen zu lassen. „Das, was jetzt angedroht ist, wäre auch bei einer Zustimmung zu dem Tarifvertrag eingetreten“, sagte ein Betriebsratssprecher. Die Ankündigung Opels sei „keine Nachricht, die uns in Panik verfallen lässt.“ (AFP)

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