26.07.2016
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Ermittlungen: Steinbrück sagt Vortrag bei Bank ab

Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück

Die SPD zeigt sich trotz der Startschwierigkeiten ihres Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück gelassen.

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dpa

Berlin -

Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat einen für diesen Donnerstag geplanten Vortrag bei der Schweizer Privatbank Sarasin in Frankfurt/Main kurzfristig abgesagt. Grund dafür sind nach Angaben seines Sprechers Michael Donnermeyer staatsanwaltliche Ermittlungen gegen das Institut.

Steinbrück hatte bei der Offenlegung seiner Vortragstätigkeiten Ende Oktober angekündigt, er werde seine eingegangenen Rede-Verträge noch erfüllen. Die Honorare dafür werde er spenden. Deshalb habe Steinbrück auch die bereits im April diese Jahres eingegangene Verpflichtung für einen Vortrag über „Sicherheit und Stabilität für Europas“ bei Sarasin nachkommen wollen, teilte Donnermeyer mit. „Aufgrund der ihm heute bekanntgewordenen Meldungen hat er seinen Vortrag nunmehr abgesagt“, fügte der Sprecher hinzu.

Steinbrück soll am Sonntag in Hannover offiziell zum SPD-Kanzlerkandidaten gewählt werden. Wegen seiner Vorträge war er in den letzten Wochen erheblich unter Druck geraten. Seit 2009 hatte er nach eigenen Angaben daraus rund 1,25 Millionen Euro eingenommen.

Bei dem Institut in Frankfurt war kürzlich eine Razzia durchgeführt worden. Laut Medienberichten beziehen sich die Vorwürfe auf mehrere Aktiendeals, bei denen Steuern in dreistelliger Millionenhöhe hinterzogen worden sein sollen. Die Bank hat ein Fehlverhalten zurückgewiesen. (dpa)


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