29.07.2016
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FDP-Neujahrsempfang: Brüderle schweigt zu Sexismus-Vorwürfen

Fraktionschef Rainer Brüderle beim Neujahrsempfang der FDP im Maritim Hotel in Düsseldorf.

Fraktionschef Rainer Brüderle beim Neujahrsempfang der FDP im Maritim Hotel in Düsseldorf.

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dpa

Düsseldorf -

Der designierte FDP-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Rainer Brüderle, schweigt weiter zu den gegen ihn erhobenen Sexismus-Vorwürfen. Beim Neujahrsempfang der nordrhein-westfälischen FDP in Düsseldorf erwähnte der Bundestagsfraktionschef die Affäre am Sonntag mit keinem Wort. Brüderle soll sich vor einem Jahr anzüglich gegenüber einer Journalistin geäußert haben.

Außenminister Guido Westerwelle forderte seine Partei zu Solidarität mit ihrem Frontmann auf. Für den Mann an der Spitze gebe es bei den politischen Konkurrenten und „in einigen Redaktionsstuben kein Pardon mehr“, sagte Westerwelle. „Umso wichtiger ist es, dass diejenigen, die sich kennen, Zerrbilder, die in Medien über Menschen verbreitet werden, nicht durchgehen lassen.“ Dies werde ein harter Wahlkampf und es werde nicht das letzte Mal sein, dass politische Gegner und Andere „ganz tief in den Schlamm greifen“.

Offener Umgang mit Lobbyismus

Die FDP muss aus Sicht des nordrhein-westfälischen FDP-Vorsitzenden Christian Lindner im Bundestagswahlkampf offensiv mit Lobbyismus-Vorwürfen umgehen. Die FDP müsse der Verteilungspolitik von SPD und Grünen ein klares Bekenntnis zur sozialen Marktwirtschaft entgegensetzen, sagte Lindner beim Neujahrsempfang. Der Vorwurf, die FDP betreibe Klientelpolitik bedeute eigentlich, dass die Partei sich um den Mittelstand kümmere. Lindner begrüßte ihn beim Empfang unter starkem Applaus der Gäste als „Freund, zu dem wir stehen“. (dpa)


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