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Frankreich : Grünes Licht für Homo-Ehe

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Demonstranten protestieren in Paris für die Legalisierung der Ehe für homosexuelle Paare. Foto: dpa
Das in der französischen Gesellschaft höchst umstrittene Gesetz zur Legalisierung der Homo-Ehe kann wie geplant in Kraft treten. Der Verfassungsrat in Paris wies am Freitag alle Einsprüche der konservativen Opposition zurück.
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Paris

Nach Monaten intensiver Debatten und Demonstrationen hat der französische Verfassungsrat die Einführung der sogenannte Homo-Ehe endgültig gebilligt. Wie französische Medien berichten, gab der Verfassungsrat am Freitag in Paris grünes Licht für das Gesetz, das auch ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare vorsieht. Der Rat betonte jedoch, bei Adoptionen müsse stets das Interesse des Kindes im Vordergrund stehen. Das Gesetz könnte noch vor der Sommerpause in Kraft treten. Staatspräsident Francois Hollande hatte bereits im Vorfeld angekündigt, es nach der Billigung durch den Verfassungsrat mit seiner Unterschaft in Kraft zu setzen.

Die französische Nationalversammlung hatte dem Gesetz am 23. April in Zweiter Lesung zugestimmt. Die konservative Opposition reichte daraufhin Beschwerde beim Verfassungsrat ein. Zuvor hatte bereits der Senat das Projekt mit einigen Änderungen gebilligt. In Erster Lesung hatte die Nationalversammlung den Entwurf bereits Mitte Februar mit großer Mehrheit verabschiedet.

Monatelange Debatte

Der Abstimmung waren eine monatelange gesellschaftliche Debatte und Demonstrationen von Gegnern und Befürwortern der „Homo-Ehe“ vorausgegangen. An einer vom unabhängigen Bündnis „Manif pour tous“ organisierten Protestaktion hatten Politiker der konservativen Opposition wie auch des rechtsextremen Front National teilgenommen. Bei den Demonstrationen kam es zu Gewalt und Zusammenstößen mit der Polizei.

Gegen das Gesetzesvorhaben hatten sich auch die katholische Kirche und weitere Religionsgemeinschaften ausgesprochen. Der Vorsitzende der Französischen Bischofskonferenz, Kardinal Andre Vingt-Trois, rief zu friedlichen Protesten auf. Andere Kirchenvertreter wie der Lyoner Kardinal Philippe Barbarin nahmen an Demonstrationen teil. (afp)

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