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Hintergrund: Jugendstrafen für drei Solinger Brandstifter

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Die Brandstifter von Solingen waren bereits nach wenigen Tagen gefasst: Sie wurden am 13. Oktober 1995 nach 127 Prozesstagen vom Oberlandesgericht Düsseldorf verurteilt
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Köln

Die vier Täter aus der Skinhead-Szene wurden am 13. Oktober 1995 nach 127 Prozesstagen vom Oberlandesgericht Düsseldorf verurteilt: Der 24-jährige Markus G. erhielt wegen fünffachen Mordes, 14-fachen Mordversuchs und besonders schwerer Brandstiftung 15 Jahre. Weil er als einziger Angeklagter ein (später widerrufenes) Geständnis abgelegt hatte und wegen verminderter Schuldfähigkeit durch Alkoholkonsum sah das Gericht von lebenslanger Haft ab. Seine Komplizen wurden zu zehn Jahren Jugendstrafe verurteilt. Sie waren zur Tatzeit Heranwachsende.

Die Pannen und Versäumnisse bei der Aufdeckung der NSU-Mordserie haben die alte Kritik am Umgang mit dem Fall Genc neu belebt. Auch in Solingen sei schlampig ermittelt worden, und ein V-Mann habe seine Hände mit im Spiel gehabt, behauptet der Publizist Metin Gür ("Die Solingen-Akte"). Ein ominöser V-Mann S. habe in Solingen eine Karateschule betrieben. Drei der vier Angeklagten hätten dort verkehrt und seien auch im "Saalschutz" trainiert worden. Diese Verbindungen und Hintergründe seien im Prozess gar nicht oder zu wenig berücksichtigt worden. (bk)

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