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Irak-Konflikt: Attentäter tötet 33 Menschen

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Mehr als 30 Menschen starben bei einem Selbstmordattentat in Kirkuk, Nordirak. Foto: AFP
Mindestens 33 Menschen sind offenbar von einem Selbstmordkommando in Kirkuk getötet worden. Die nordirakische Stadt steht im Mittelpunkt eines Streits zwischen der Regionalregierung in Bagdad und der autonomen Kurden-Region über Öl- und Gebiets-Rechte.
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Kirkuk

Bei einem schweren Angriff auf das Polizeihauptquartier im nordirakischen Kirkuk sind mindestens 33 Menschen getötet und 70 weitere verletzt worden. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich am Sonntagmorgen am Haupteingang des Gebäudes in die Luft, wie ein Polizeivertreter der Nachrichtenagentur AFP sagte. Dann stürmten drei Männer in den Komplex und warfen Granaten, bevor sie laut Augenzeugen getötet wurden.

Offenbar hätten die Angreifer zunächst erfolglos versucht, das Gebäude zu stürmen, sagte der Chef des örtlichen Rettungsdienstes, Polizeigeneral Natah Mohammed Sabr. Daraufhin sprengte sich ein Selbstmordattentäter in einem Auto in die Luft, das als Polizeifahrzeug getarnt war. „Ich habe ein Auto am Kontrollpunkt des Haupteingangs anhalten sehen“, sagte der Augenzeuge Chosrat Hassan Karim. Als Sicherheitskräfte begonnen hätten, den Wagen zu kontrollieren, habe es plötzlich eine „riesige Explosion“ gegeben.

Die drei Angreifer waren ebenfalls als Polizisten getarnt, wie Augenzeugen weiter berichteten. Demnach trugen sie Sprengstoffgürtel. Ob diese detonierten, war zunächst nicht klar. Das Polizeihauptquartier sowie anliegende Geschäfte und Gebäude wurden durch die Autobombe stark beschädigt. Sämtliche Zufahrtstraßen zum Stadtzentrum wurden nach dem Anschlag gesperrt. Die Attacke ereignete sich in der morgendlichen Hauptverkehrszeit, zu der zahlreiche Menschen am ersten Arbeitstag der Woche zur Arbeit fuhren.

Zu dem Attentat bekannte sich zunächst niemand. Sunnitische Rebellen, darunter Al-Kaida im Irak, verüben jedoch regelmäßig Anschläge auf die irakischen Sicherheitskräfte, um das Land zu destabilisieren. Allein im Januar wurden nach einer Zählung von AFP 246 Menschen bei Angriffen im Irak getötet.

In Kirkuk leben Araber, Kurden und Turkmenen. Die ölreiche Provinz im Norden des Irak wird sowohl von der Regierung in Bagdad als auch von der Führung der autonomen Kurdenregion beansprucht. Beobachter halten den Territorialstreit auf lange Sicht für die größte Gefahr für die Stabilität des Landes.

Der Irak befindet sich in einer schweren politischen Krise: Seit Ende Dezember ist der schiitische Regierungschef Nuri al-Maliki im Zentrum einer Protestkampagne der sunnitischen Minderheit, die etwa ein Viertel der irakischen Bevölkerung ausmacht. Die Sunniten fühlen sich an den Rand der Gesellschaft gedrängt und fordern al-Malikis Rücktritt.
Vize-Regierungschef Hussein Schahristani sagte am Sonntag, in den vergangenen Wochen seien rund 3000 Gefangene freigelassen worden. Zudem seien alle weiblichen Häftlinge in Gefängnisse in ihren Heimatprovinzen verlegt worden, verkündete Schahristani nach einem Treffen mit sunnitischen Stammesältesten, religiösen Würdenträgern und Vertretern von Demonstranten aus dem nordirakischen Mossul. Damit erfüllte die Regierung zwei Forderungen der sunnitischen Demonstranten. (Reuters)

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