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Kanzlergehalt: Steinbrück nimmt nichts zurück

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück (l) und der designierte Wirtschaftsminister der SPD für die Landtagswahl 2013 in Niedersachsen, Olaf Lies. Foto: dpa
Von Einsicht keine Spur: SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat seine umstrittene Äußerung zum Kanzlergehalt verteidigt, ohne im Detail darauf einzugehen. „Ich glaube, dass Politiker das aussprechen müssen, was sie denken“.
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Emden. 

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sieht sich nach seinen Äußerungen über das Gehalt des Bundeskanzlers zu Unrecht in der Kritik. Bei seinem ersten Wahlkampfauftritt nach der Weihnachtspause verteidigte er seine umstrittene Äußerung, ohne im Detail darauf einzugehen. „Ich glaube, dass Politiker das aussprechen müssen, was sie denken“, sagte Steinbrück am Freitag über seine Äußerung in einem Interview zum Jahreswechsel. „Die Menschen haben einen Anspruch darauf, dass Politiker nicht nach opportunen Gesichtspunkten sich äußern, sondern dass sie sagen, was sie denken. Ansonsten habe ich zu diesem Thema alles gesagt.“ Er sah sich bei einem Firmenbesuch in Emden mehrfach Journalisten-Fragen zu dem Thema ausgesetzt.

In der ostfriesischen Stadt wollte Steinbrück am Abend mit dem SPD-Spitzenkandidaten Stephan Weil die heiße Phase im Wahlkampf zur Landtagswahl in Niedersachsen am 20. Januar einläuten. „Ich fühle mich von Peer Steinbrück unterstützt in meinem Wahlkampf“, sagte Weil auf Fragen, ob ein in der Kritik stehender Kanzlerkandidat eine Hilfe im Wahlkampf sei. „Ich freue mich, dass er da ist.“ In einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage zur Wahl habe die SPD nochmal dazugewonnen. „Danach perlt diese Debatte, die im Bund geführt wird, an uns Niedersachsen erkennbar vorbei“, sagte Weil. „Finde ich gut.“

Steinbrück hatte seinen Start als Kanzlerkandidat im Herbst mit einer Debatte über sein Millionenhonorar für Vorträge verstolpert. Über den Jahreswechsel bezeichnete er nun das Gehalt der Kanzlerin von etwa 220.000 Euro im Jahr als zu niedrig. Die meisten Sparkassendirektoren verdienten mehr. Auch aus der SPD war Steinbrück für die Äußerung kritisiert worden. (rtr)

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