26.08.2016
Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt

Kliniken: Kirche drang auf „null Toleranz“

Im Oktober 2011 führten fundamentalistische Christen eine Spitzel-Aktion in einem katholischen Krankenhaus durch.

Im Oktober 2011 führten fundamentalistische Christen eine Spitzel-Aktion in einem katholischen Krankenhaus durch.

Foto:

dpa

Köln -

Das Erzbistum Köln hat bereits vor einem Jahr allen katholischen Krankenhäusern das strikte Verbot der „Pille danach“ eingeschärft. Es gehe dabei um die Klarheit der kirchlichen „Null-Toleranzgrenze“ für Schwangerschaftsabbrüche und „damit verbundene Tötungsdelikte“, heißt es in einem Brief der Caritas als Dachverband der katholischen Kliniken. Das Rundschreiben vom 13. Februar 2012 liegt dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ vor.

Es bezieht sich auf den damaligen Generalvikar Dominik Schwaderlapp. Alle Mitarbeiter müssten sich „so gemäß der Lehre der Kirche verhalten, dass das Zeugnis der Kirche für den Schutz des ungeborenen Lebens immer deutlich wird“, heißt es in dem Schreiben weiter. Hintergrund sind – wie berichtet – die „Tests“ einer Scheinpatientin in katholischen Kliniken.

Am Mittwoch befasst sich der Landtag in Düsseldorf mit dem Kölner Kliniken-Skandal. Eine vergewaltigte Frau war in zwei katholischen Häusern abgewiesen worden, weil die Ärzte fürchteten, gegen kirchliche Normen zu verstoßen, wenn sie über die „Pille danach“ aufklärten.

Lesen Sie einen ausführlichen Bericht in der Dienstagsausgabe des „Kölner Stadt-Anzeiger“, im Ressort Region.