29.08.2016
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Kommentar: Der FC hat einen wichtigen Trumpf

FC-Coach Holger Stanislawski.

FC-Coach Holger Stanislawski.

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dpa

Bis zum 27. Spieltag hat sich der 1. FC Köln Zeit für eine Saison-Premiere gelassen. Nach dem 2:1-Erfolg über Regensburg besetzt der FC erstmals in dieser Saison Relegationsrang drei, der Tabellennachbar Kaiserslautern ist überholt. Das spricht für  ein zielgerichtetes Timing der Kölner, die nur sehr schwer und mit der Last von vielen Pleiten zum Beginn des verkündeten Umbruchs in diese Zweitliga-Spielzeit gefunden haben. Zwischen dem zwölften und 16. Spieltag betrug der Rückstand des FC auf die Pfälzer elf Punkte und sogar noch nach dem Karnevalswochenende trennten beide Klubs noch acht Zähler.

Dass daraus nun ein knapper Kölner Vorsprung geworden ist, hat viel zu tun mit dem Momentum des Erfolgs. Köln hat nun 15 Liga-Spiele nicht mehr verloren. Kaiserslautern hingegen hat seine Frühform nicht halten können.

Ein Grund für den Kölner Sprung nach vorn ist neben der stabilen Defensive vor allem die Tatsache, dass Mittelfeldspieler Christian Clemens von außen auf eine zentralere Position beordert wurde. Dort blüht er auf und spielt auf hohem Niveau. Hinzu kommt Psychologie: Zuletzt hat der FC die Spiele gegen Aue, in Dresden und gegen Regensburg  in der Schlussphase für sich  entschieden. Dieses Vertrauen in die eigene Stärke, diese Gewissheit nicht nur nicht mehr zu verlieren, sondern schwierige Spiele sogar doch noch gewinnen zu können, ist ein wichtiger Trumpf im Kampf um den Relegationsplatz.

Das nächste Spiel des 1.FC Köln just in Kaiserslautern ist allerdings kein Finale um Platz drei. Dafür findet es zu früh statt. Im Anschluss daran müssen noch sechs Partien gespielt werden, die immer noch viel Platz lassen für das Aufholen von Rückständen oder ein sich Absetzen vom Gegner. Das jedoch ist dann wieder ein Fall für das Momentum.