28.09.2016
Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt

Kommentar zu Dutt: Ramponierte Vita

Robin Dutt hat bei Werder Bremen angeheuert.

Robin Dutt hat bei Werder Bremen angeheuert.

Foto:

dpa

Entgegen durchaus gut begründeter Gerüchte ist es leider so: Selbst wir können nicht in die Zukunft schauen. Oder nur ein bisschen. Trotzdem die Prognose: Robin Dutt sollte in Bremen besser reüssieren, sonst droht seiner Trainer-Laufbahn ein frühes Ende. Warum?

Robin Dutt selbst hat womöglich den Eindruck, bislang eine bilderbuchhaft steile Karriere absolviert zu haben. Nominell hat er damit recht: SC Freiburg, Bayer 04 Leverkusen, DFB-Sportdirektor und jetzt, na ja, Werder Bremen. Inhaltlich liegt er falsch: Seine Zeit in Freiburg war erfolgreich und gut; in Leverkusen war er überfordert, und beim DFB wirft er nach nur neun Monaten einen der einflussreichsten Jobs im Weltfußball weg. Das ist, wenn man genau hinschaut, eine ziemlich ramponierte Vita: der Trainer Dutt hat begrenzte Fähigkeiten und ist in Vertragsdingen nur bedingt verlässlich.

Um beide Eindrücke zu korrigieren ist allerdings Bremen ein guter Standort. Die Ansprüche an der Weser sind nicht (mehr) höher als in Freiburg, die Sehnsucht nach Kontinuität beim Klub ist in der Schaaf-Nachfolge groß , und Dutt gibt sich zum Einstand ungewohnt selbstkritisch und bescheiden.

Das klingt nach einer reellen Chance. Er sollte sie nutzen.


Neue Nachrichten

Wir haben neue Artikel für Sie. Möchten Sie jetzt die aktuelle Startseite laden?