28.09.2016
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Kommentar zum Marathon: Zurück zu den Kölner Wurzeln

Teilnehmer des Halbmarathons im Rahmen des Köln Marathons passieren vor der Kulisse des Doms die Deutzer Brücke. Ab 2013 wird der Marathon wieder am Dom enden.

Teilnehmer des Halbmarathons im Rahmen des Köln Marathons passieren vor der Kulisse des Doms die Deutzer Brücke. Ab 2013 wird der Marathon wieder am Dom enden.

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dpa

Köln -

Endlich. Die Veranstalter des Köln-Marathon haben nach dem jahrelangen Abwärtstrend bei den Teilnehmerzahlen in der Königsdisziplin über 42,195 Kilometer die Reißleine gezogen und sich auf die Wurzeln des einst so erfolgreichen Stadtmarathons besonnen.

Der besondere Reiz der Strecke waren immer die Veedel mit ihren vielen Zuschauern, die vor Kneipen und Cafés das Spektakel verfolgten und die Teilnehmer bis zum Schluss anfeuerten.

Und natürlich das Ziel am Dom. Beides hat gefehlt in den vergangenen Jahren. Erst wurde der Dom gestrichen, dann das Rennen zum Großteil aus den Veedeln verbannt und ans Rheinufer verlegt. Aus Kostengründen, aus verkehrstechnischen Überlegungen, aber auch, um es sich mit dem Domkapitel nicht zu verderben.

Jetzt erfolgt die Kehrtwende. Die Südstadt ist wieder drin, die Severinstraße nach dem vorläufigen Ende des U-Bahnbaus und dem Einsturz des Stadtarchivs vor knapp vier Jahren ebenfalls, der Kurs führt auch wieder durch Ehrenfeld und über die Neusser Straße in Nippes, die früher auch immer zu den emotionalen Höhepunkten zählte.

Auch beim Ziel ist den Organisatoren ein Kompromiss gelungen. Das Ziel in der Komödienstraße liegt am Dom – aber doch so weit weg, dass die Kathedrale an einem Sonntag nicht allzu sehr beeinträchtigt wird.

Für Marathonfreunde gibt es jetzt keine Ausrede mehr, nicht nach Köln zu kommen. Zumal das Hauptstadtrennen in Berlin zwei Wochen ausgebucht ist und die zeitgleichen Rennen in München und Essen mit der neuen alten Kölner Strecke nicht mithalten können. Und dieser Konkurrenz will man in Köln ab 2014 mit einem neuen Termin aus dem Weg gehen.