30.07.2016
Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt

Kommentar zur KVB: Mehrheit für Alkoholverbot

KVB Köln, Alkoholverbot

Köln möchte den Alkoholkonsum auf den U-Bahnsteigen und an den Haltestellen verbieten.

Foto:

KSTA

Köln -

Es ist alles eine Frage der Kontrolle. Wenn die Kölner Verkehrs-Betriebe dem Wunsch von Oberbürgermeister Jürgen Roters nachkommen, den Konsum von Alkohol nicht nur in Bussen und Bahnen, sondern auch auf den Bahnsteigen, an Haltestellen und den Zwischenebenen in der U-Bahn zu verbieten, dann muss sie auch das Personal haben, das Verbot zu überwachen.

Mehr Sicherheitskräfte vor allem in der U-Bahn sind durchaus wünschenswert, doch sie müssen auch bezahlt werden. Denn schon jetzt hat die KVB Probleme, das Verzehrverbot in ihren Zügen zu überwachen. Sicher: Die Züge sind nach der Einführung sauberer geworden, doch sobald die Kontrollen nachlassen, nimmt der Konsum wieder zu. Besser wäre: KVB und Verkehrsverbund Rhein-Sieg sollten sich gemeinsam für ein Alkoholverbot im Nah-und Regionalverkehr stark machen. Damit es nicht nur in Köln, sondern auch in den S-Bahnen und Regionalzügen gilt.

Die Deutsche Bahn ist da durchaus kooperativ, wartet nur auf eine entsprechende Bitte der Verkehrsverbünde.  In den S-Bahnen dürfte die Kontrolle kein Problem sein, weil seit dem Fahrplanwechsel vor einer Woche die Fahrkartenkontrolleure eh mit Uniformen ausgestattet sind, um für mehr Sicherheit zu sorgen.

Die Kunden sind jedenfalls für das Alkoholverbot auch an den Stationen. Das haben knapp 75 Prozent bei einer aktuellen Umfrage der KVB bestätigt.